Hallo 🙂

Ich möchte mich mal kurz vorstellen 🙂 Mein Name ist Haykuhi und ich bin 15 Jahre alt. Ich führe einen Blog namens „books-and-art“, auf dem Literatur und Kunst zusammentreffen. Dort schreibe ich Rezensionen zu gelesenen Büchern und veröffentliche auch meine Zeichnungen.

Ich liebe es meine Meinung zu Büchern nieder zu schreiben und möchte einfach jedes Buch, dass mir gefallen hat weiterempfehlen. Vor schlechten Büchern will ich aber jeden warnen, damit niemand mehr einen Fehlkauf macht (Das ist jedenfalls mein Ziel. :D). Ich hoffe, euch gefällt mein Blog und meine folgende Rezension. 🙂

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

von Donna Freitas

Die Handlung:

Rose stürzt nach dem Tod ihrer Mutter in ein tiefes Loch. Sie kann keine Musik mehr hören, kann die Nähe zu ihrem Freund nicht ertragen und verkriecht sich nur noch. Doch dann öffnet sie den Survival Kit, den ihre Mutter ihr für die schwere Zeit nach ihrem Tod hinterlassen hat. Können ein Foto von Pfingstrosen, ein iPod, ein Kristallherz, eine Packung Buntstifte und ein Papierdrachen Rose helfen mit der Trauer klar zu kommen? Und warum führen sie all diese Gegenstände zu Will, dem Nachbarsjungen…?

Charaktere:

Rose zieht sich nach dem Tod ihrer Mutter immer mehr von ihren Freunden zurück. Sie erträgt die Nähe ihres Freundes nicht, ist aus dem Cheerleading-Team ausgestiegen und geht auch sonst nicht mehr auf Partys. Musik, was sie früher über alles geliebt hat, ist für Rose nun unerträglich.
Will ist der Nachbarsjunge und arbeitet im Garten von Roses Familie, was früher immer die Mutter von Rose gemacht hat. Vor 2 Jahren hat er seinen Vater verloren, da auch dieser Krebs hatte. Will geht auf die gleiche Schule, wie Rose, trotzdem weiß Rose nur sehr wenig über ihn. Er redet nie mit ihr und ist auch sonst sehr abweisend.

Meine Meinung:

Einfach wunderschön.
„Einfach“, weil die Autorin eigentlich nur die Zeit nach dem Tod von Roses Mutter beschreibt und „wunderschön“, weil ihre Worte einem das Herz aufgehen lassen!

Am Anfang ist der Schreibstil noch etwas holprig, was aber daran liegt, dass die Autorin sonst eher Sachbücher schreibt. Das legt sich aber nach kurzer Zeit und wird zunehmend flüssiger und lockerer. Es ist alles aus der Perspektive von Rose erzählt, sodass man sich besser in sie hineinversetzen kann, was bei diesem Buch ja sehr wichtig ist, weil die Gefühle hier die tragende Rolle spielen.

Die Hauptcharakterin Rose kann den Leser zu 100% überzeugen. Ich hatte am Anfang befürchtet, dass sie sich das ganze Buch über in Mitleid suhlen wird und einfach nur nervig sein wird, aber glücklicherweise wurde das nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil!
Sie war mir von Anfang an sympathisch, weil sie so eine normale Art an den Tag gebracht hat. Sie hat nichts außergewöhnliches an sich und doch ist sie die Hauptperson in diesem Buch und auch völlig zurecht! Ihre Gefühle sind sehr verständlich beschrieben und man leidet richtig mit ihr mit.
Rose geht mit dem Tod ihrer Mutter so um, dass es passend erscheint. Das kann aber auch daran liegen, dass die Autorin Donna Freitas hier autobiographische Züge mit einfließen hat lassen. Auch Frau Freitas hat nämlich ihre Mutter verloren und sie war nach dem Tod sehr traurig. Ihre Mutter hatte immer für andere Survival Kits gemacht und so ist die Idee entstanden, was denn wäre, wenn sie auch Donna Freitas eins gemacht hätte.
Aber jetzt bin ich abgeschweift. ^^
Roses Gefühle berühren den Leser einfach. Wenn sie traurig war, war ich es auch und wenn sie einen glücklichen Moment hatte, hatte auch ich sehr gute Laune beim Lesen. Das hat sehr viel Schwung in die Geschichte gebracht und animiert weiterzulesen.

wie_viel_leben_passt_in_eine_tuete

In diesem Buch spielt auch die Liebe eine Rolle. Die Gegenstände vom Survival Kit führen Rose immer wieder zu Will. Und ganz langsam sprießen hier auch Gefühle. Aber ich will nicht zu viel verraten. Den Rest müsst ihr selbst lesen. 😉

Auch hat dieses Buch eine gewisse Tiefe. Die Gegenstände vom Survival Kit verleiten den Leser zum Nachdenken. Für was stehen sie? Warum genau diese Sachen, und nicht andere Gegenstände? Was würde in meinem Survival Kit sein? All diese Fragen stellt man sich während des Lesens und beschäftigt sich so tiefer mit diesem Buch.

Hier wird alles thematisiert: Trauer, Hoffnung, Glück und Freude am Leben!

Ein kleiner Kritikpunkt wäre hier vielleicht, dass die Nebencharaktere nicht so genau beschrieben wurden. Man wusste also während des Lesens nicht sehr viel über das Aussehen von den verschiedenen Personen. Aber vielleicht soll das so sein, damit man sich noch mehr mit dem Buch beschäftigt und selbst mal seine Fantasie benutzen soll und sich alles selbst vorstellen muss. Wie Roses Mutter in ihrem Abschiedsbrief geschrieben hat:

„Benutze deine Fantasy, so oft es geht. Sie ist eine wunderbare Gabe“. S. 42

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover ist sehr schlicht. Das passt zum Buch, da auch die Geschichte sehr schlicht, aber doch so aussagekräftig ist. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt erscheint ein hässliches Orange, was ich schrecklich finde.
Das besondere bei diesem Buch ist aber die Gestaltung der Kapitel. Sowas hatte ich noch bei keinem Buch gesehen. Jedes Kapitel trägt den Namen eines Liedes und des Interpreten als Überschrift. Die meisten Lieder sind sehr unbekannt, was ich noch besser fand, weil das alles nicht so Mainstream gewirkt hat, was das Buch auch nicht ist.
Wenn man sich die Lieder während des Lesens anhört (Bei YouTube sind alle ganz leicht zu finden), dann ist das ganze wie ein Soundtrack zum Buch. Ich fand es am Anfang total faszinierend, wie der Text zur Situation gepasst hat! Als wäre das Lied für dieses Kapitel gemacht worden. Es taucht sofort ein Film im Kopf auf, der einen beeindruckenden Soundtrack hat.
Hier merkt man, wie viel Mühe man sich mit der Gestaltung dieses Buches gegeben hat! Hut ab!
(So habe ich übrigens sehr schöne Lieder entdeckt. ;))

Fazit:

Ein wunderschönes Buch, das einen zum Nachdenken anregt, eine gewisse Tiefe hat und doch auch eine gewisse Leichtigkeit an den Tag bringt, was man dem Schreibstil zu verdanken hat. Die Charaktere sind sehr passend und keiner ist hier fehl am Platz. Besser hätten vielleicht die Charakterenbeschreibungen sein können. Aber das hätte die Autorin ja so meinen können, wie oben schon erwähnt. 🙂

5/5 Daumen hoch

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