Ich gestehe: manchmal sterbe ich für Hamburger und Pommes mit Mayo. Doch seit einiger Zeit vergeht mir manchmal der Appetit, wenn ich an Fleich denke. Der Grund: das Buch Tiere essen von Jonathan Safran Foer.

Drei Jahre lang hat sich der Autor intensiv mit dem Thema “Massentierhaltung” beschäftigt und nun ein Buch herausgebracht, was viele Leserinnen und Leser ganz schön aufgewühlt hat.

Es ist das Thema, über das er schreibt, was so aufreibend ist. Aber auch die Art, WIE er darüber schreibt, nimmt ganz schön mit. Foer betrachtet das System Massentierhaltung nämlich von allen Seiten und beleuchtet vielerlei Aspekte. Einer davon sind die Umstände, unter denen die Tiere gehalten werden und unter denen sie bis zu ihrem grausamen Tod leiden müssen. Ganz, ganz furchtbar, kann ich Euch sagen!

Außerdem spricht Foer die verheerenden Folgen unserer übermäßigen und dekadenten Fleichproduktion an wie zum Beispiel die globale Erwärmung und die Umweltzerstörung und thematisiert darüber hinaus auch unseren Umgang mit dem Problem. Hier gibt er interessante Denkanstösse und bringt seine Argumente auf den Punkt: “Eine merkwürdige Kritik daran, wenn man sich um Tiere Gedanken macht ist, dass es zu Lasten anderer Probleme der Menschen geht. Tieren geht’s vielleicht nicht gut, aber es gibt doch hungernde Kinder, Malaria und Völkermord. Und ja: Darum müssen wir uns auch kümmern. Es ist ja nicht so, dass man Mitgefühl dem Kongo entzieht, weil man es für die Tierhaltung braucht. Im Gegenteil: Je mehr Mitgefühl wir haben, desto mehr moralische Vorstellungskraft entsteht, die mehr Dinge miteinbezieht.”

Das Buch verurteilt nicht die, die Fleisch essen. Aber es animiert dazu, hin und wieder auf die ein oder andere Bulette zu verzichten. Und das finde ich gut. Und das Buch wirklich, wirklich lesenswert.

Eure Iljana