Inhalt:
Gin begegnen wir zum ersten Mal in einer für mich doch sehr ungewöhnlichen Situation, nämlich in einer Psychiatrie. Was den Leser erst einmal ins Grübeln bringt (jedenfalls mich). Der Start der Geschichte zeigt gleich, wie knallhart Gin in ihrem Geschäft ist, und dass sie nicht zu Unrecht eine der Besten ist. Doch mit ihren 30 Jahren überlegt Gin langsam, sich von dem Geschäft der Auftragsmorde zu distanzieren und ihr restliches Leben vielleicht einfach mal in Ruhe zu genießen. Doch ihr nächster Job endet in einer Katastrophe. Nicht nur, dass sie selbst knapp dem Tod entgeht, auch ihr nahe stehende Personen werden verletzt. Als eine der gefürchtetsten Auftragsmörder kann sie das nicht einfach auf sich sitzen lassen und versucht mit Hilfe von Detective Donovan Caine den Auftraggeber zu finden, der ihren Tod will.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und das Buch leicht zu lesen. Geschrieben ist es aus Sicht von Gin.

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Meinung:
Es war sehr erfrischend mal wieder etwas Fantasy für Erwachsene zu lesen, denn ich würde das Buch deutlich in diese Richtung empfehlen. Es beinhaltet für mich zu viel Gewalt, um hier eine Jugend-Empfehlung auszusprechen. Als Auftragsmörderin stellt man sich natürlich sofort eine starke und außergewöhnliche Protagonistin vor, die einfach knallhart ist. Genau das wird einem auf den ersten Seiten auch gleich vor Augen geführt und man merkt, dass mit Gin überhaupt nicht zu spaßen ist. Das soll nicht heißen, dass sie irgendwie gefühlskalt daher kommt, es gibt genügend Momente, in denen der Leser auch hinter die harte Schale sehen kann. Dem Charakter Donovan Caine stehe ich etwas zwiespältig gegenüber. Einerseits mag ich ihn, als den guten Polizisten, als der er hier dargestellt wird. Andererseits hätte ich mir mehr Informationen zu ihm gewünscht, er blieb für mich etwas zu blass. Dennoch passt er gut an Gins Seite und die Spannung zwischen den beiden hat die Autorin zu keiner Zeit unglaubwürdig dargestellt. Sehr gern mochte ich Finn. Das erste, was mir zu diesem Charakter einfällt ist: immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Selbst in Situationen, in denen jeder normale Mensch eine sch*** Angst hätte. Die Beziehung von ihm und Gin, die man als Bruder-Schwester-Beziehung bezeichnen kann, habe ich zu keiner Zeit in Frage gestellt. Die Nebencharaktere waren gut dargestellt. Auch hier stechen ein paar Sympatische heraus. Die wichtigsten für mich waren hier ganz klar Fletcher, Sophia und Jo-Jo. Antagonisten gibt es hier auch und zwar mehr als genug! Die Geschichte ist für mich wirklich mehr als gelungen und die Autorin schafft es, der Geschichte einen Spannungsbogen zu verleihen, der für mich zu keiner Zeit abgeebbt ist und das hat es für mich so schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Die Zusammenstellung von Auftragsmörderin – Magie – Erotik ist Jennifer Estep mit „Spinnenkuss“ überaus gut gelungen und macht definitiv Lust auf mehr.

Fazit:
Spannungsgeladener Fantasy-Reihen-Auftakt mit sehr viel Potenzial, den ich aber aufgrund des Gewaltanteils eher für ältere Leser empfehlen würde. Ich vergeb 4,5 von 5 Sternen.

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