Manchmal wähle ich die Bücher, die ich lesen möchte, nach ihrem Titel aus. Silberlicht von Laura Whitcomb war zum Beispiel so ein Titel, der mich dazu veranlasst hat, das Buch zu kaufen. Und zu lesen natürlich. Die Wahl war übrigens sehr gut, denn der Inhalt von Silberlicht hielt alles, was  mir der Titel versprochen hatte.

Helen, eine wunderschöne Frau, ist tot. Viel zu jung gestorben. Doch anstatt in den Himmel zu kommen, bleibt sie auf der Erde gefangen. Als durchsichtiger Geist ist sie immer an einen sterblichen Schriftsteller gebunden, um diesem als Muse zu dienen. So lässt sich auch ein Professor, der an einem geheimen Buch arbeitet, von ihr inspirieren. Jeden Tag begleitet Helen den Professor in die Schule und liebt es, beim Unterricht zuzusehen. Keiner der Schüler bemerkt sie, niemand kann sie sehen.

Bis eines Tages einer der Schüler Helen direkt in die Augen schaut. Und lächelt! Im Körper des Jungen steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Mit James erhofft sich Helen, aus ihrem jetzigen Dasein irgendwie ausbrechen zu können und ihre Existenz als gefangene Seele zurückzulassen.

Die beiden begeben sich auf die Suche nach einem Körper für Helen und ahnen nicht, welchen Gefahren sie sich damit aussetzen. Geistwesen mit Körpern zu vereinen ist nämlich ein relativ schieriges Unterfangen…

Silberlicht ist ein  leiser Roman, der von stillen Wortbildern und sanften Ausdrücken lebt. Bestens geeignet für einen kuscheligen Bücherabend mit viel Kakao und Schokolade. Und da der Winter ja offenbar wiederkommt, ist das Buch ganz bestimmt perfekt fürs nächste Wochenende!