Was für ein komischer, komischer Titel! Aber ich liebe Bücher mit eigenartigen und auffälligen Titeln. Die machen mich nämlich immer besonders neugierig.

Und dieses Buch hier hat meine neugierigen Erwartungen erfüllt. Nein! Sogar übertroffen! Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus erzählt eine skurrile Geschichte, die den Leser lachen und staunen lässt – und in vielen Situationen wirklich berührt. Es geht um Jonas, einen Jungen, der eine Familie hat, von der man im wahrsten Sinne des Wortes viel erzählen kann. Sein Vater in der Klapsmühle, seine Mutter Seelentrösterin einer Zeitung, die sich um kaputte Herzen kümmert. Und die dann, eines Tages, plötzlich tot in ihrem Bett liegt. Natürlich ist sein Vater nicht da, schließlich verweilt der gerade in Therapie. Was also machen mit einer toten Mutter? Klar, ab ins Kühlhaus mit ihr! Schließlich darf Jonas’ kleine Schwester nichts mitkriegen, weil die sich schon so auf ihren Geburtstag freut. Und alle anderen würden nur hellhörig werden und die beiden Geschwister vermutlich kurzerhand ins Heim stecken, jetzt, wo gar kein Elternteil mehr Zuhause ist. Jonas behauptet also fortan, seine Mutter sei verreist und übernimmt auch noch ihren Job bei der Zeitung. Und damit ist das Chaos perfekt.

Ein hinreißender Roman mit tollen Figuren und ganz, ganz viel Liebe zum Detail.