Ich liebe ja Hörbücher. Ganz besonders, wenn ich so einen Schwachsinn erledigen muss wie Fensterputzen. Musste ich gestern nämlich und Fensterputzen ist so eine Arbeit, die ich weder kann noch irgendwie mag (ich hasse es!). Und meine Wohnung hat ausgerechnet auch noch eine ganze Fensterfront! Die bis gestern milchig-trüb eingefärbt war.

Also habe ich bei dieser Dislike-Tätigkeit angefangen, ein Buch zu hören. Und zwar Schändung. Das ist der zweite Fall der Krimi-Reihe von Jussi Adler Olsen. Nachdem ich ja schon schier begeistert von Erbarmen war, hat auch Schändung mich wieder total vereinnahmt. Ich konnte nicht aufhören zu hören und schnell waren die sieben Stunden auch schon um. Das Fensterputzen natürlich auch.

Carl Mørck und sein Assistent Assad kümmern sich auch dieses Mal um ein altes und unaufgeklärtes Verbrechen. Nein, stimmt nicht ganz. Der zwanzig Jahre alte Mord an einem Geschwisterpaar schien eigentlich aufgeklärt. Bis zu dem Tag, als die Ermittlungsakte im Sonderdezernat Q landet und Mørck und Assad den Fall erneut aufrollen. Komisch, dass die damaligen Verdächtigen, zur Tatzeit noch Schüler eines Eliteinternats, so schnell und so problemlos von jeglicher Schuld befreit wurden. Und heute Mitglieder der dänischen High-Society sind. Mørck schaut sich die feinen Herren genauer an und stellt fest, dass sie so fein gar nicht sind und dass es längst nicht nur um diesen einen Doppelmord geht…