Inhalt:
Carey lebt seit ihrem vierten Lebensjahr im Wald, zusammen mit ihrer Mutter und später mit ihrer kleinen
Schwester Jenessa. Während ihre Mutter sehr oft wochenlang in der Stadt bleibt, muss Carey schon früh
lernen sich selbst und ihre Schwester allein durchzubringen. Ihr Mutter kehrt dann mit neuen Vorräten
zurück, die aber meist nicht mehr als Dosen-Essen beinhalten. Selbst wenn ihre Mutter einmal
anwesend ist, kann Carey von ihr keine Hilfe erwarten.
Doch irgendwann kommt Careys Mutter nicht mehr zurück und die sowieso schon spärlichen Vorräte der
beiden Mädchen neigen sich allmählich dem Ende. Doch unerwartet tauchen eine Frau und ein Mann
auf. Beide versichern Carey, dass ihre Mutter nicht zurück kommen wird und die beiden ab jetzt bei
Careys Vater untergebracht werden.
Nach all den Jahren hätte Carey nie gedacht den Mann wiederzusehen, der für alles verantwortlich ist.
Oder nicht?

Schreibstil:
Ich hatte am Anfang ein paar Einstiegsschwierigkeiten, da ich mit der Ausdrucksweise der Protagonistin
nicht ganz klar kam. Aber das hat sich schnell geändert und schon nach kurzer Zeit lies sich die
Geschichte ganz leicht lesen.
Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Carey.

Meinung:
Die Geschichte hatte mich im Klappentext schon angesprochen und ich wollte mehr über diese zwei Mädchen im Wald erfahren. Es war nur schade, dass man davon nicht sonderlich viel mitbekommen hat.
Schon ab den ersten Seiten geht es für die Mädchen um die Eingliederung in das “normale” Leben. Doch hin und wieder gibt es – wenn auch nur kleine – Rückblenden in die Vergangenheit.
Man merkt schnell dMeinLeseTipp-Cover-Wenn-ihr-uns-findetas Carey für ihr Alter schon deutlich weiter ist. Doch wer wäre das nicht, wenn er sich nicht schon sehr früh um seine kleine Schwester kümmern muss, noch dazu allein im Wald. So nimmt sie
für die kleine Jenessa die Mutterrolle ein und kümmert sich um alles. Man erfährt so viel schockierendes über Carey, dass mir dieses Mädchen einfach unglaublich leid getan hat und mir selbst jetzt teilweise
noch die Worte fehlen. Ich verstehe ja, dass es schwer ist sich nach so einem Leben im Wald wieder an etwas anderes zu gewöhnen, aber ich habe nicht verstehen können, warum sie nach ihren Erlebnissen so lange das Gefühl verspürt, dorthin zurück zu wollen. Auch Jenessas erste Lebensjahre sind in diesem Wald alles andere als einfach. Ich habe mich sehr gefreut, dass es ihr so leicht fällt in einer völlig fremden Welt Fuss zu fassen und dass sie so liebevoll aufgenommen wird. Aber Kinder reagieren ja meist anders, als man erwartet. Ich habe natürlich fieberhaft gehofft, dass sie am Ende ihre Sprache wiederfindet. Die Nebencharaktere waren ausreichend ausgebaut. Charlie, Melissa, Delaney, Ryan und Courtney haben mir gut gefallen. Besonders Delaney, die gar nicht so ist wie ich anfangs dachte und in ihrer Kindheit auch schon genug durchgemacht hat (auch wenn man das mit einem Leben im Wald nicht vergleichen kann), man merkt ihr an das sie sich nach Aufmerksamkeit sehnt und dass nicht erst seit Carey und Jenessa in die Familie geholt worden. Aber auch die Mitarbeiterin vom Sozialamt Mrs.
Haskell konnte bei mir punkten. Ich bin froh, dass die beiden Mädchen dort gleich auf solch eine nette Frau stoßen. Ach ja, dann haben wir natürlich noch die Mutter von Carey und Jenessa, zu dieser Frau möchte ich nichts sagen, manche Menschen sollten keine Kinder bekommen! Viel Spannung gibt es nicht. Das Buch arbeitet auf ein Ereignis hin: “Was geschah in der Nacht der weißen Sterne?”. Doch leider konnte ich mir dies schon denken, daher war es nicht überraschend für mich. Trotzdem gibt es in dem Buch das ein oder andere unvorhergesehene Ereignis.

Fazit:
Ganz anders als ich erwartet habe. Dieses Buch ließ mich nachdenklich und schockiert zurück, ich hatte
aber auch den ein oder anderen freudigen Moment.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

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