Inhalt:
Emilia ist fest entschlossenen ihre schreckliche Kunstnote auszubügeln, um endlich an der Palaestra Viatorum angenommen zu werden. Als sie sich nach einem Gemälde für einen Aufsatz umsieht, passiert etwas sehr Merkwürdiges: sie glaubt zu sehen, wie zwei Jungen direkt aus einem Gemälde springen. Und als wäre das noch nicht genug, schlägt sie sich seit kurzem mit einigen komischen Tagträumen oder eher Visionen herum, bei denen man sogar mal mitten im Schwimmbad das Bewusstsein verliert und fast ertrinkt – wäre da nicht Max.

Schreibstil:
Der Schreibstil wirkt auf mich sehr frisch und es hat mir richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen. Geschrieben ist es überwiegend aus Sicht von Emilia, jedoch wird auch aus Sicht von anderen Charakteren erzählt.

Meinung:
Als erstes muss ich wohl sagen, dass meine Erwartungen wirklich hoch waren. Keine Ahnung wieso, es ist schließlich ein Debütroman. Und ich wurde nicht enttäuscht. Emilia ist eine wirklich tolle Protagonistin, die wir als ein starke Person kennen lernen. Aber auch die stärkste Person hat einmal schwache Momente und auch das kommt hier authentisch rüber, ohne dabei übertrieben zu wirken. Ich konnte das leichte Harry Potter Gefühl, was ich ihr gegenüber hatte, nicht wirklich ablegen. Aber das hat mich nicht gestört. Max ist ein wirklich toller Charakter an Emilias Seite. Auch aus seiner Sicht lesen zu können hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Der Schlagabtausch zwischen ihm und Emilia ist einfach göttlich, man kann es nicht anders sagen und seine Gefühle zu ihr habe ich zu keiner Zeit in Frage gestellt. Ich bin froh, dass er nicht das typisches Klischee vom Bad Boy erfüllt.

SandDerZeit-CoverDie Nebencharaktere waren toll ausgebaut, was auch daran liegt, dass wir aus Sicht von fast allen Nebencharakteren einen Abschnitt lesen konnten. Sehr gefallen hat mir hier Kit, die durch ihr quirlige Art viel Schwung in das Buch bringt. Man kann sie nur mögen und die beste Freundin – Nummer zu Emilia hab ich ihr von der ersten Sekunde an abgenommen. Auch Florian ist ein toller Nebencharakter, der einen an manchen Stellen zum Lachen bringt. Ansonsten wäre Logan hier noch erwähnenswert, der zu den Bösen gehört und von dem man leicht denken könnte, dass er die Geschichte in eine Dreiecksbeziehung lenkt. Es gab eine Szene von ihm im Buch, die mich doch sehr verwirrt hat und ich bin gespannt, wie das in Band zwei aufgelöst wird. Erschreckender Weise scheut Amelie nicht davor zurück auch mal ein paar Leute sterben zu lassen, was mich an manchen Stellen echt zur Verzweiflung brachte. Haben wir noch zum Anfang des Buches groß gelacht, so schlägt die Stimmung am Ende um und man wird wirklich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Auch wenn Emilia immer noch einen lockeren Spruch auf der Zunge hat, war ich doch wirklich bedrückt. So wird aber auch der Spannungsbogen des Buches aufrecht gehalten und mir wurde zu keiner Zeit langweilig. Das Buch bringt alles mit sich, was ich mir erhofft habe, vor allem eine wirklich große Portion Humor, die mich mehrmals laut lachen ließ. Ich hab das Lesen wirklich sehr genossen und weiß mit Sicherheit, dass dieses Buch nicht das letzte war, was ich von Amelie Murmann gelesen habe. Ich hoffe, der zweite Band kommt baldi!

Fazit:
Ein wirklich gelungener Debütroman, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte und ein bisschen “Harry Potter” – Feeling mit sich bringt.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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