Ein Titel, der etwas ganz anderes suggeriert. Ich dachte zuerst aufgrund des Covers, es geht um einen Außenseiter, der in der Gesellschaft nicht zurecht kommt. Doch der Untertitel lässt dann sofort richtig vermuten, es ist ein Zukunftsroman: Ein Umweltroman aus dem Jahr 2015. Nicht, dass Umwelt so wahnsinnig interessant wäre, aber die “Was wäre wenn?”-Geschichte wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen.

Eigentlich ist die 16jährige Laura ein ganz normaler Teenager. Sie lebt in London, hat die ganz normalen Schulprobleme, ist zum ersten Mal verliebt, trifft sich mit Freunden und spielt in einer Band. Wäre da nicht das Jahr 2015, in dem die jahrelange Umweltverschmutzung dazu führt, dass jedem Bürger der eigene Energieverbrauch vom Staat vorgeschrieben wird. In diesem harten Winter führt das natürlich unweigerlich dazu, dass die zugeteilten Energiepunkte nicht für die Heizkosten “verschwendet” werden können und niemand mehr weiß wie es ist, wenn man nicht friert. Laura beschreibt die Vorgänge in Tagebuchform, wie das Umweltproblem ihre Familie und Freunde zerstört und wie solche Eingriffe vom Staat schnell dazu führen können, dass man kein normales Leben mehr führen kann. Im Laufe der Zeit geht es nur noch ums Überleben…

Die Story mag auf den ersten Blick ja gewöhnungsbedürftig sein, aber ehrlich gesagt habe ich mich beim Lesen gefragt, ob es nicht auch Realität werden könnte. Die Autorin Saci Lloyd jedenfalls hat vor diesem Roman eigentlich Drehbücher geschrieben. Dies hier ist ihr allererstes Buch. Die Fortsetzung gibt es bisher nur auf Englisch, wird aber wohl nächstes Jahr auch auf dem deutschen Markt zu bekommen sein.