Inhalt:
Das schreckliche Geheimnis des Sphärenbundes, welches gleichzeitig ihr Todesurteil und das vieler weiterer Menschen bedeutet, verfolgt Ria noch immer bis in ihre Träume. Die Zeit ist ihr Gegner und die Zeichen stehen auf Sturm. Die Wahl wird ihr erneut abgenommen, als Ria eine Wahrheit erfährt, die das Fundament der Gesellschaft wie ein Kartenhaus zusammenfallen lässt und in ihrer Grausamkeit nicht zu überbieten ist. Der Weg führt nur in eine Richtung. Ria ist bereit. Bereit, in einen Kampf zu ziehen, der lange vor ihrer Geburt begann und mit ihrem Tod enden könnte.

Meine Meinung:
Es ist wieder so weit, ich habe ein weiteres Buch von Ursula Poznanski beendet. Aber damit diesmal nicht genug. Wer meine Lobeshymne zum zweiten Teil der Eleria-Trilogie kennt, fragt sich vielleicht, wie sich diese Begeisterung noch steigern kann. Ähnliches habe ich mich vor dem Lesen dieses Buches auch gefragt und nun eine Antwort gefunden. Bevor ich jetzt Fähnchen schwenkend meinen euphorischen “PfP (Poznanski for President) – Fan – Gesang” anstimme, möchte ich allen Jugendbuchlesern einen Rat geben: Lest diese Trilogie! Wer die Schreibe der Autorin kennt, weiß, dass sie nicht nur ihr Handwerk, sondern damit auch ihre Leser positiv beherrscht. Selten zuvor konnten Autoren mich so konsequent an die Seiten fesseln und mir damit ein so intensives Leseerlebnis schenken. Über den Stil habe ich mich zuhauf ausgelassen, zusammenfassend sei gesagt: Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist auf eine faszinierende Art sehr einnehmend, hochspannend und ungeheuer gefühlsbetont.

Cover_DieVernichteten

Wir beginnen dort, wo wir zuletzt aufgehört haben – mitten im Geschehen. Das Ende von Teil 2 ließ mich aufschreiend nach der Fortsetzung lechzen. Der erste Satz genügte, um mich sogleich zurück in die Tiefen dieser Geschichte zu katapultieren. Diese lebt von ihrer Unberechenbarkeit und die unaufdringliche Intelligenz, die durch jede Zeile scheint, wirkt absolut anziehend auf mich. Die Idee ist nach wie vor nicht gänzlich neu, dafür in ihrer Umsetzung einzigartig. Kontrolle, Unterdrückung, Unmenschlichkeit. Eine Zukunftsversion und ein Garant für Gänsehautmomente. Vor allem in Hinsicht auf den Kurs, den die heutige Gesellschaft schon lange angeschlagen hat. Wir befinden uns bereits in den dunklen Gewässern dieses Bermudadreiecks aus Gewalt. Umso realer erscheint uns diese Handlungsweise. Der Spannungsbogen wurde permanent straff gehalten, einige Male hätte ich schwören können, er würde gleich reißen – erstklassig!

Mit Logik und Verstand bringt Protagonistin Eleria (Ria) mich seit Beginn der Trilogie regelmäßig ins Schwärmen. Einen Platz in den Top 5 meiner Lieblingsprotagonisten hat sie sich bereits gesichert, in diesem finalen Teil konnte sie nun nochmals über sich hinaus wachsen. Ein großes Kompliment an die Autorin. Jeder Charakter wirkt greifbar und unverfälscht, dabei wird die Liebe zum Detail auch hier offensichtlich. Die Liebe ist es auch, die hier Boden gewinnt und mich sehr berühren konnte.

Alles hat ein Ende und man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Dies hat sich Frau Poznanski wohl zu Herzen genommen. Verlust, Hoffnung, Schmerz, Frieden, Tod, Wahrheit. Ich bin absolut zufrieden mit diesem Ausgang der Ereignisse. Die berühmte Floskel des lachenden und weinenden Auges trifft hier ausnahmsweise nicht zu, ich schaue mit zwei lachenden Augen auf drei absolut fantastische Bücher zurück.

Fazit:
Immer wenn du denkst, spannender gehts nicht mehr, kommt irgendwo Ursula Poznanski daher. Der krönende Abschluss der Eleria-Trilogie übertrifft nicht nur die beiden fantastischen Vorgänger, er hinterlässt dieses gewisse Etwas. Dieses Gefühl, etwas Großes geht nun zu Ende. Für mich gehören diese Bücher uneingeschränkt zum Besten, was das Jugenbuch-Genre derzeit zu bieten hat. “Die Vernichteten” ist emotional. Es ist elektrisierend und es bedeutet Erleben. Unbedingt lesen!!!

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