Inhalt:
Violet muss auf dem Trafalgar Square in London dabei zusehen wie eine Gruppe Jugendlicher ca. 30 Männer regelrecht abschlachtet. Zuerst gelingt es ihr, nicht aufzufallen, aber sie wird dennoch entdeckt und als Geisel genommen und findet sich Stunden später auf einem Familiensitz außerhalb von London wieder. Ihre Entführer stellen sich als Vampire heraus, was Violet nicht schwer fällt zu glauben, nachdem was sie gesehen hat. Dennoch will sie ihre Situation nicht kampflos hinnehmen, doch sie muss einsehen, dass sie gegen diese Familie nicht den Hauch einer Chance hat.

Schreibstil:
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Violet und Kaspar. Vorwiegend jedoch aus der Sicht von Violet. Die 600 Seiten lesen sich wirklich sehr schnell, der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.

Meinung:
Es ist für mich wirklich schwer, bei dieser Rezension einen Anfang zu finden, denn ich würde Euch so gern von der Fantasy-Welt erzählen, die die Autorin hier geschaffen hat. Doch ich kann nicht, ich finde das solltet Ihr selbst lesen, da es für mich eine einmalige Welt ist und die Idee dahinter wirklich groß ist. Violet stellt vieles in Frage und ist sehr neugierig. Manchmal war es jedoch etwas zum Haare raufen, wenn sie fast fremden Personen ein Vertrauen zumaß, was dann mal in 5358f0c43cd50einer Katastrophe endete. Mit etwas mehr Skepsis hätte sich ein Vorfall hier locker vermeiden können, aber sehen wir es als äußerst dramatischen Wendepunkt an. Ansonsten habe ich gar nichts an der Protagonistin auszusetzen, allein wegen ihres Sarkasmus hatte sie bei mir schon gepunktet. Der Kampfgeist, den Violet im Laufe des Buches entwickelt hat, hat mir gut gefallen. Nicht das sie vorher keinen gehabt hat, ich finde aber er hat sich noch stärker ausgeprägt. Kaspar, Bad Boy, Frauenschwarm, Vampir, verletzte Seele. Ich würde Kaspar aber hier nicht als herkömmlichen Bad Boy bezeichnen, denn er ist wirklich bad! Klar hat auch er seinen mehr oder weniger weichen Kern – aber auch Abgründe, die ich, wenn ich ehrlich bin, noch nicht genau ausleuchten konnte. Dazu kommt bei ihm noch eine Prise Sarkasmus und ich bin hin und weg. Die Nebencharaktere waren okay, vielleicht etwas zu blass. Anfangs wurden die Charaktere kurz angerissen, aber im Verlauf des Buches rücken sie mehr und mehr in den Hintergrund. Es kommen zwar neue hinzu, die auch nicht wirklich tief beleuchtet werden und so geht es vorzugsweise nur um Violet und Kaspar. Dennoch gibt es es Charaktere die mir im Gedächtnis geblieben sind wie zum Beispiel Violets Schwester Lily und Cain (ich denk mir an dieser Stelle meinen Teil) oder Lyla und Fabian, deren Gefühlsausbrüche für mich komplett unbegründet waren. Ich hab das Verhalten der zwei nicht verstehen können. Spannung gibt es in diesem Buch mehr als genug, welche sich zum Ende noch einmal überschlägt. Vieles wird aufgedeckt, manches aber im Unklaren gelassen. Gegen Ende schwankten meine Gefühle zwischen betrübt, glücklich, schockiert, erleichtert, fassungslos. Was Violet betraf, wusste ich natürlich schon was Sache war – das war nicht schwer zu erraten, aber es gab dennoch ein paar Überraschungen. Es gab eine Passage, die für mich sehr in die Länge gezogen wirkte. Dann waren die vielen politischen Hintergründe manchmal etwas zu viel. Aber das sind nur Kleinigkeiten, daher gibt es von mir 4,5 sehr gute Bücherstapel. Mit diesem Roman ist der Autorin ein tolles Debüt gelungen, welches zu Recht so oft verkauft wurde. Die Idee dahinter setzt für mich neue Maßstäbe und ich kann es gar nicht erwarten, weiter in diese Welt einzudringen, ich will mehr! Erst recht bei diesem Cliffhanger! Nein keine Angst, ganz so schlimm ist er nicht.

Fazit:
Dieses Debüt bietet Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Seit langem wieder mal ein tolles Vampir-Buch, das deutlich mehr zu bieten hat als man anfangs glaubt. Wer keine Angst vor ein bisschen brutalen Vampiren hat, der dürfte hier richtig sein.

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