“Was liest Du gerade?” werde ich ab und zu gefragt. Meine Antwort derzeit: “Naruto – ein Manga!” Und just in dem Augeblick, in dem ich diese Worte ausgesprochen habe, weiß ich genau, wie mein Gegenüber gleich antworten wird… Er/sie/es sagt: “Aha.” Normalerweise würde an dieser Stelle gefragt werden: “Und, ist das Buch gut? Worum geht’s? Kannst Du es weiterempfehlen?” Aber hier – nichts! Mangas haben eben immer noch einen merkwürdigen Ruf und ich finde, sie werden definitiv einfach unterschätzt!

Mangas und Animes – das ist nicht das Gleiche. Eine Einführung für Neulinge.

Eigentlich ist es ganz einfach. Mangas sind japanische Comics, die von hinten nach vorne gelesen werden. Die letzte Seite eines Mangas ist also eigentlich immer die Erste. Animes, das sind japanische Animationsfilme. Es gibt Mangas, die Grundlage eines Anime bilden wie z.B. bei Dragonball, One Piece oder Sailor Moon. Beide Genre sind in Japan extrem populär und haben Auflagen/Zuschauer im Millionenbereich! Wo wir das nun geklärt hätten, ist es vielleicht noch wichtig zu wissen, dass sich Mangas unterscheiden – je nach Alter der Zielgruppe und Thema haben sich verschiedene Untergruppen herausgebildet. Die wichtigsten Untergruppen sind die Shōjo-Mangas (speziell für Mädchen, meist Liebesgeschichten) und die Shōnen-Mangas (speziell für Jungs, eher actionreich).

Ich liebe Mangas. Bin ich ein Nerd? Vielleicht! Sind die anderen vielleicht engstirnig? Könnte sein!

Warum muss ich immer erklären, warum ich Mangas lese und dabei das Gefühl haben, ich sei deswegen ein absoluter Nerd?! Bei einem Fantasy-Buch wie “Die Tribute von Panem” muss ich das auch nicht. Meine Vermutung: Die proportional verzogenen Zeichnungen, die thematisierte Sexualität und die sehr fiktiven Geschichten werden einfach nicht verstanden. Dabei sind es fantastische Geschichten, die meist die Themen Gut gegen Böse, Selbstfindung, Freundschaft, Mut und die menschliche Schwäche aufgreifen und nebenbei auch noch ein Stück japanischer Kultur vermitteln. Mangas sind eigentlich sehr tiefgründig und trotzdem ist da immer noch dieses Schmuddel-Image.

Meine Top 3 – Mangas, die man unbedingt gelesen haben sollte!

Wahrscheinlich kriege ich per Kommentar gleich von Euch einen auf den Deckel, weil meine Top 3 doch eher Mainstream-Mangas sind, aber hey: Irgendwo müssen wir ja anfangen und diese Mangas haben mich eben besonders berührt!

dragon-ball-manga1. Dragon Ball – “Finde Deine sieben Dragonballs und Deine Wünsche werden wahr!”

Gezeichnet von Akira Toriyama, veröffentlicht schon 1984 – ursprünglich im Manga-Magazin Weekly Shōnen Jump und später, aufgrund der großen Nachfrage, in 42 Bänden aufbereitet. Die Dragon Ball-Serie beschreibt die Abenteuer des Protagonisten Son-Goku und seiner Freunde, die sich immer wieder auf die Suche nach den sieben Dragon Balls begeben und zahlreiche Abenteuer zu bestehen haben. Die Geschichte beginnt mit Kampfsporttunieren des jungen Son-Goku und wird mit zunehmendem Alter von Son Goku immer umfrangreicher. Erst geht es nur darum, Kämpfe zu gewinnen, später um die Rettung der Erde. Die Dragon Ball-Reihe unterteilt sich in Dragon Ball, Dragon Ball Z, Dragon Ball GT und Dragon Ball Kai.

Mein Fazit >> Son-Goku – ein Held meiner Kindheit. Mutig, unerschrocken und gutaussehend bekämpft er das Böse in der Welt und geht für seine Freunde bis an die Grenzen. Auch wegen ihm wollte ich lange Zeit nach Japan reisen und richtig Tee trinken lernen. Das ist das Schöne an Mangas: Man erhält auch immer ein Stück Einblick in die japanische Kultur. Leider ist Son Goku in der Serie bereits früh vergeben… Empfehlen würde ich Euch diesen Manga aber jederzeit und immer wieder!

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naruto-manga2. Naruto – Der Weg zum Hokage.

Naruto ist so ganz anders als Dragon Ball, aber deswegen keineswegs schlechter. Der Protagonist Naruto Uzumaki, eigentlich ein Tunichtgut, der Nudelsuppe liebt, verfolgt im gleichnamigen Manga das Ziel, der höchste Ninja (Hokage) seines Dorfes Konoha-Gakure zu werden, um endlich die langersehnte Anerkennung des Dorfes zu bekommen. Die Handlung spielt dabei in einer fiktiven Welt und wird hauptsächlich aus der Sicht der dort lebenden Ninjas geschildert. Naruto kämpft auf seinem Weg zum Hokage nicht nur gegen das Böse, sondern auch gegen seinen besten Freund Sasuke und vor allem gegen sich selbst. Denn Naruto trägt nicht umsonst Schnurrhaare… in ihm lauert böses Chakra.

Mein Fazit >> Naruto auf seinem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten, macht unglaublich Spaß. Manchmal ist es extrem traurig, tiefsinnig und ergreifend (gerade wenn ein Charakter stirbt oder Naruto in seine Kindheit zurückblickt) – manchmal ist es aber auch einfach nur lustig, weil Naruto wirklich tollpatschig und sehr naiv ist. Der Manga von Masashi Kishimoto wurde 1999 zum ersten Mal veröffentlicht. Das Beste: Es erscheinen online immer noch regelmäßig neue Folgen. Sein Weg ist noch nicht beendet.

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one-piece-manga2. One Piece – “Ihr wollt meinen Schatz. Den könnt Ihr haben. Irgendwo habe ich den größten Schatz der Welt versteckt!”

Ab auf die Grandline – ab auf die Flying Lamp – wir stechen mit Ruffy&Co in See und sichern uns das One Piece, den größten Schatz der Welt. One Piece ist mit mehr als 300 Millionen verkauften Exemplaren der erfolgreichste Manga aller Zeiten. Die Story, die Zeichnungen, die Themen, die Dialoge – unverwechselbar und einfach fantastisch. Aber von vorn: Worum geht’s denn überhaupt? Der junge Pirat Monkey D. Ruffy, der von der Gum-Gum-Frucht (einer Teufelsfrucht) gegessen hat und dessen Körper komplett aus Gummi besteht, verlässt im Alter von 17 Jahren seine Heimat. Er macht sich, wie unzählige andere Piraten auch, auf die Suche nach dem legendären Schatz, dem One Piece um damit das Versprechen gegenüber seinem großen Vorbild, dem Roten Shanks, einzulösen: König der Piraten zu werden.

Mein Fazit >>Natürlich gibt es neben Ruffy jede Menge tolle Charaktere, die mal besonders gutaussehend, tollpatschig oder geschickt mit dem Schwert sind und auch Frauen sind dabei. Fragt man einen One Piece-Fan nach seinem Lieblingscharakter, kann sich dieser oftmals nicht entscheiden. Ruffy ist, ähnlich wie Naruto sehr kindlich und naiv und sorgt immer für richtige Lacher – kann aber in den richtigen Momenten sehr erwachsen sein. Auch Ruffy verfolgt ehrgeizig und unerschrocken sein Ziel und geht für seine Freunde durchs Feuer. Spannend, aufregend und ergreifend – wie gesagt, einfach fantastisch und durchweg gelungen. Diesen Manga würde ich auch Einsteigern empfehlen!

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Weitere Manga-Empfehlungen von mir sind außerdem: Bleach, Detektiv Conan, Inu Yasha und Sailor Moon. Und jetzt bin ich mal gespannt auf Eure Reaktionen. Mangas – stehen bei Euch im Bücherregal, oder eher nicht?