Seit gestern Abend lese ich Leonie Lasker, Jüdin – Die drei Zeichen. Ich habe etwa die Hälfte durch und bin wirklich sehr berührt vom ersten Band der Trilogie von Waldtraut Lewin.

Leonie Lasker ist 17, als sie von ihrer Großmutter nach Frankreich eingeladen wird. Zum ersten Mal verlässt Leonie Berlin, um ihre (bis dahin unbekannten) Verwandten zu besuchen. Sie ahnt nicht, dass ihre Großmutter sie mit einer ungewöhnlichen Mission betraut: Drei goldene Buchstaben soll Leonie suchen, die auf ihre in Berlin, Wien und Spanien lebenden Brüder verteilt wurden. Mit Hilfe dieser Zeichen will Isabelle den Holocaust verhindern.

In diesem Band soll Leonie das erste Zeichen in ihrer Heimatstadt Berlin finden, bei einer Schauspielerfamilie. Die Suche führt Leonie ins Scheunenviertel, zum jüdischen Theater ihres Onkels. Dort verliebt sie sich in ihren Cousin Schlomo und es kommt zum Eklat mit ihrem Vater. Doch es passieren noch viel schlimmere Dinge: Das Theater wird Ziel eines Pogroms und Schlomo zur Zielscheibe der Nazis.

Von der ersten Seite an habe ich festgestellt, dass Waldtraut Lewin für dieses Buch nicht nur ausgezeichnet recherchiert hat, sondern auch mit einer ständig wechselnden Erzählperspektive atemberaubende Spannung erzeugt. Schnell habe ich mich mit Leonie angefreundet und hoffe und bete, dass ihr und ihrer Familie in den drei Büchern nichts passiert und alle unversehrt bleiben. Eine unglaublich berührende Geschichte. Unbedingt lesen!

Band 2 und Band 3 tragen übrigens die Titel Leonie Lasker, Jüdin – Dunkle Schatten und Leonie Lasker, Jüdin – Welt in Flammen.