Zugegeben: Der Titel dieses Buches hat mich anfangs ein wenig irritiert. Ich konnte mir unter diesem Buch rein gar nichts vorstellen. Und dann habe ich es doch gelesen, weil ich praktisch “musste”. Der M Pionier der Mayerschen Buchhandlung hat’s abverlangt. Und nun, 413 Seiten und mehrere Lesestunden später bin ich vollkommen angetan und singe nur noch Lobeshymnen auf den schwedischen Roman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand!

Der Inhalt erscheint ein bisschen absurd vielleicht, aber ich versuche, euch nicht zu verwirren. Merkt Euch vorher nur eins: Das, was diesen Roman ausmacht, kann ich nun wirklich nicht wiedergeben. Das Buch muss selbst gelesen werden. Muss.

[bic-media isbn=”9783570585016″] Darum geht’s: Allan Karlsson ist 100, als er aus dem Fenster steigt und das triste Seniorenheim ohne Vorankündigung verlässt und vor seiner eigenen Geburtstagsfeier flüchtet. Am Busbahnhof wird er von einem Fremden gebeten, kurz auf einen Koffer aufzupassen, während dieser aufs Klo verschwindet. Und nicht wieder zurückkehrt.

So ist nun Karlsson in Besitz eines Koffers, der ihm nicht gehört und macht sich auf den Weg, soweit die 50 Kronen, die er in der Tasche hat, reichen. Er landet in einem kleinen Dorf und lernt einen Kriminellen kennen, der auch schon mehr als 70 Jahre auf dem Buckel hat. Gemeinsam erleben sie einen Roadtrip quer durch Schweden, der die ganze Nation in Atem hält.

Inmitten all der gegenwärtigen Ereignisse erzählt der Autor Jonas Jonasson die Lebensgeschichte von Karlsson, der Krieg, Frieden, Entdeckung, Revolution und Zeitgeschehen offenbar unmittelbar mitgestaltet hat – und lässt den Leser herzlich über die Geschichte Europas lachen.

Lest es! Es lohnt sich 1000 Mal.