In den Nachrichten und Magazinen hört man ja in regelmäßigen Abständen immer wieder von Ehrenmorden und deutschen Türkinnen, die es hier bei uns sehr schwer haben, ihre Religion und das freie Leben in Deutschland unter einen Hut zu bringen.  Als ich neulich mal wieder darüber nachdachte und durch Thalia schlenderte, fiel mir das Buch von Jana Frey in die Augen. Das habe ich natürlich gleich mitgenommen und möchte euch heute ein bisschen vom Inhalt berichten.

Kelebek ist 15 und lebt als deutsche Türkin in einer deutschen Kleinstadt.  Sie liebt ihre Familie und besonders die blaue Moschee in Istanbul, wo sie so oft mit ihrer Familie den Urlaub verbracht hat. Doch eines Tages soll sie anfangen ein Kopftuch zu tragen und alles verändert sich. Sie begegnet dem 17jährigen Janosch nach einem Besuch bei ihrer kranken Großmutter und verliebt sich in ihn. Die tiefe Liebe, die sich zwischen Kelebek und Janosch entwickelt, muss natürlich geheim gehalten werden. Kelebeks beste Freundin Ana hilft den beiden so gut sie kann, doch eines Tages fliegt das Geheimnis auf.

Das Buch beschreibt wirklich sehr eindrucksvoll die Probleme von jungen Türkinnen, die sich jeden Tag aufs Neue zwischen Religion und deutscher Kultur entscheiden müssen. Beim Lesen des Buchs war ich ehrlich gesagt durchgehend bedrückt, was allerdings gut ist und das Verständnis für ausländische Mitbürger stärkt. Die Autorin Jana Frey hat für dieses Buch eben solche jungen Mädchen ausgiebig interviewt, um ein ehrliches Bild zu verschaffen. Es ist also keine ausgedachte Story, sondern eher eine Dokumentation. Natürlich haben wir für euch auch eine Leseprobe aufgetrieben, die ihr hier bekommt.