Hier mal wieder eine Buchvorstellung von meiner Kollegin Dani:

Von Stéphane Hessel habe ich bis gestern, um ganz ehrlich zu sein, noch nie gehört. Beim regelmäßigen Bestellen des leckeren Latte Macchiato in der Stories! Buchhandlung um die Ecke, fiel mir aber genau dieses kleine, türkisfarbene Heft in die Hände. Zugegeben, es ist kein richtiges Buch, dafür aber dreißig Seiten Wahrheit.

“Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.” Und genau darum geht es auf diesen Seiten. Hessel greift Beispiele aus der Geschichte und aktuelle Ereignisse auf und veranschaulicht dem Leser damit auf ganz einfache Weise, wie sich die Gesellschaft gewandelt hat. Der zweite Weltkrieg, die Kluft zwischen Arm und Reich, der Gaza-Streifen, das Jahrzehnt unter Bush und die Menschenrechte. Er ruft auf zum gewaltlosen Widerstand und macht klar deutlich, dass die Menschen ihre Empörung suchen müssen, um gemeinsam etwas zu bewegen – weil es sich lohnt.

Stéphane Hessel ist 93 Jahre alt. Geboren in Berlin erlebte er den zweiten Weltkrieg als Sohn jüdischer Herkunft. Er war Rèsistance-Kämpfer, überlebte das Konzentrationslager Buchenwald, ist Diplomat und Lyriker und er war maßgeblich an der Charta der Menschenrechte beteiligt. Hessel weiß genau, wovon er redet und worüber er schreibt und deshalb macht es das kleine Heft lesenswert. Es stehen zwar keine neuen Erkenntnisse drin, dafür erinnert es einen aber daran, dass jeder Einzelne etwas bewegen kann. Man muss nur suchen…