Heute geht es um ein Buch, dessen Geschichte wohl fast jedem Leser aus den eigenen Erfahrungen bekannt sein dürfte. Ursprünglich wollte ich es gar nicht lesen, weil ich mir dachte „Was kann da schon besonderes drin stehen?“ oder „Solche Storys kenne ich nun wirklich zur Genüge.“ So ist es, aber es ist auch irgendwie anders.

Ida ist 14, lebt in Stockholm und wird gern als Schlampe bezeichnet. Sie ist hübsch, beliebt, geht gern auf Parties, trinkt Alkohol und sie hasst ihr Leben.  Sandor ist 16, lebt in einem Vorort von Göteborg und wird als „Schwuli“ bezeichnet. Er ist schüchtern, unauffällig, tanzt Ballett und er hasst sein Leben. So Grundverschieden die beiden sind, haben sie wenig gemeinsam. Außer einer Sache: Sie sind unzufrieden mit ihrem Leben und können mit niemandem reden. Aber eines Tages treffen sie im Chat aufeinander. Das erste Mal können sie jemandem ihre geheimsten Gedanken anvertrauen und doch belügen sie sich gegenseitig. Als Sandor spontan nach Stockholm reist, um seine große Liebe aus dem Chat zu treffen, kommt es zu einer Katastrophe…

Der erste Roman der Autorin Sara Kadefors trifft den Nerv der Zeit und es gibt einige Parallelen Sandors und Idas aus dem eigenen Leben der Autorin. Aufgewachsen wie Sandor, gefeiert wie Ida. Ich habe das Buch trotz Vorurteil gern gelesen und war innerhalb kürzester Zeit mittendrin.