Von der amerikanischen Autorin Susan Beth Pfeffer hatte ich bereits Die Welt wie wir sie kannten gelesen. Und im April erschien, mit vergleichbarem Cover, der Roman Die Verlorenen von New York. Dass die Cover sich sehr ähnlich sind, hat auch einen Grund: Im Prinzip handelt es sich nämlich um den zweiten Teil der Geschichte. Allerdings ist es meiner Meinung nach egal, ob man Die Welt wie wir sie kannten vor Die Verlorenen von New York liest oder umgekehrt.

Es ist nämlich so, dass die Mond-Geschichte nun aus Sicht von Alex erzählt wird und nicht Miranda die Hauptrolle spielt. Und der Ort des Geschehens ist dieses Mal New York.

Eben hat Alex noch bei Joey’s Pizza die Pizza in acht gleich große Stücke geschnitten, und nun ist alles anders: Kreischende Menschen auf der Straße, Krankenwagen überall, die Menschen in den Straßen von New York starren allesamt zum Himmel. Doch zunächst ist nicht ganz klar, was passiert ist. Das allerdings ändert sich am nächsten Morgen schlagartig, denn immer mehr Informationen sickern durch die Nachrichten. Offenbar ist der Mond aus seiner Umlaufbahn geraten, was einen erheblichen Einfluss auf die natürlichen Gezeiten hat. Fluten, Stürme und gewaltige Wetterumschwünge haben bereits jede Menge Menschenleben gefordert.

Die Eltern von Alex und sein älterer Bruder sind momentan nicht in New York, was die Situation für Alex noch schlimmer macht. Denn er muss nicht nur für sich, sondern auch für seine beiden jüngeren Schwestern Bri und Julie ums nackte Überleben kämpfen.

New York ist mittlerweile zu einer Geisterstadt mutiert und bietet einen Anblick des Grauens: Kein Licht in den Hochhäusern, kaputte Autos überall, Chaos, wo man nur hinsieht. Die meisten Einwohner sind bereits geflüchtet. Und Alex wagt nicht, daran zu denken, was aus seinen Eltern geworden ist…

Es ist ein erschreckendes Endzeit-Szenario, das Susan Beth Pfeffer malt und das einen bis zur letzten Seite völlig in den Bann zieht. Und vor allem zum Nachdenken anregt. Denn man besinnt sich beim Lesen auf die wichtigen Dinge im Leben. Und das sind definitiv nicht das neue Album von Bruno Mars oder die Stilettos von Manolo Blahnik. Sondern, dass man hoffentlich gesund und glücklich ist und Freunde hat, auf die man sich verlassen kann.