Ich gebe zu: Ich mag Mathe. Was einige von Euch vielleicht gruselig finden. Ich selbst habe diese Leidenschaft auch relativ spät entdeckt, genauer: mit Anfang 20. Vorher, in der Schule, war Mathe ein einziges Like-And-Dislike. Mittlerweile habe ich meine Abschlussarbeit (freiwillig!) in Mathe geschrieben und würde gerne mit dieser Tatsache prahlen, wenn da nicht der kleine Zusatz wäre: ich bin durch die mündliche Prüfung gefallen und habe die Wiederholungsprüfung auch echt schlecht gemeistert. Wahrscheinlich ist es noch immer so: ein Auf und Ab. Was mich aber nicht davon abhält, Mathe hin und wieder richtig gern zu mögen. Schließlich mag ich ja auch Fußball und kann’s nicht spielen.

Meine Buchempfehlung für heute: Die Natur der Unendlichkeit von Amir D. Aczel.

Wusstet Ihr, dass es entlang eines Meters genauso viele Punkte gibt wie entlang eines Kilometers? Das klingt paradox. Und wahrscheinlich ist es das auch! Zumindest hat das Problem der Unendlichkeit schon so einige Mathematiker in den Wahnsinn getrieben. So auch den Mathematikprofessor Georg Cantor, der im Jahr 1884 seinen ersten Nervenzusammenbruch hatte. Grund hierfür: eine mathematische Gleichung, mit der er die Unendlichkeit beweisen wollte.

Der Autor des Buches nähert sich den Erkenntnissen des Unendlichkeitsproblems mit Hilfe einer fast biographischen Darstellung von Georg Cantor, dem Begründer der Mengenlehre. Damit wird das Thema greifbar – und sogar spannend!

Leider kann man das Buch nur noch gebraucht (über Amazon) ergattern. Aber wer es irgendwann mal auf dem Flohmarkt findet: Unbedingt zugreifen! Es ist sehr speziell, aber wahnsinnig spannend und informativ.