Ich hatte letzte Nacht einen Traum – bei einer „Safari“ ging es durch verschiedene Alptraumszenarien und das Ganze als gemütliche Kaffeefahrt im Bus.
An sich nicht wirklich was schlimmes, immerhin waren diese Busse ja speziell umgebaut, sodass die bösen Alpträume den neugierigen Fahrgästen nichts antun konnten. Blöd nur, wenn der Motor plötzlich ausfällt und man sich mitten in einer Horrorvilla wieder findet…

Aber selbst nach solchen Gruselfaktoren könnte ich niemals auf meine Träume verzichten! Ich führe auch Traumtagebuch und tausche mich sogar regelmäßig mit meinen Freunden über das Geträumte aus.
Vielleicht kennt Ihr das: Ein Traum der einen nicht mehr los lässt. Der so intensiv und so mehrdeutig, vielschichtig ist, dass man sich Monate, sogar Jahre danach noch mit ihm beschäftigt. Oder Kindheitsträume, in die man ab und zu wieder eintaucht, um sich an die damit verbundenen Momente und Gefühle zu erinnern.
Auch viele Autoren beschäftigen sich mit dem Thema Traum oder lassen sich durch Träume inspirieren. Manche Autoren zelebrieren das Träumen sogar annähernd rituell. Sie bereiten sich mit Meditation, Ausflügen oder Entspannungsübungen auf einen Traum vor. „Alice im Wunderland“ ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sehr Träume die Literatur prägen.

Doch warum träumen wir eigentlich?

Träume sind in der Wissenschaft nach wie vor ein hypothesenlastiges Terrain. Ihre individuelle Einzigartigkeit, ihre mystische Flüchtigkeit und die enge Verknüpfung von Unterbewusstsein, Gefühlen und subjektiver Wahrnehmung macht sie für Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Forscher schwer greifbar. Es ist eine Welt, die nur jeder für sich betreten kann, auch wenn Filme wie „Inception“ etwas anderes behaupten.

Allgemein hat sich die Annahme etabliert, dass Träume Botschaften aus dem Unterbewusstsein sind. Ab hier wird es dann aber schon wieder gespalten. Es könnten unterbewusste Wünsche und Sehnsüchte sein. Ängste und Fragen die wir ergründen, Geschehnisse aus dem Alltag die wir verarbeiten oder sogar Vorahnungen die uns vor einer Entscheidung warnen.
Es gibt sogar Theorien, dass sich das Gehirn nachts selbst Dinge aus unserem Gencode „installiert“: Wie renne ich vorm Säbelzahntiger weg, welche Beeren kann ich essen? Und es geht noch verrückter: Das Gehirn erschaffe sich im Schlaf seine eigene, virtuelle Realität, um darin für das Wachleben zu trainieren. So übe es Motorik, Wahrnehmung und Triebe für den Alltag. Oder kennt Ihr luzide Träume? Träume, in denen man alles kontrollieren kann? Es gibt Menschen, die haben sich durch luzide Träume das Spielen von Instrumenten beigebracht. Da bekommt das Sprichwort „Das mache ich doch im Schlaf“ eine völlig neue Bedeutung, oder?

Meine Wahrheit über die Fantasie des Traumes

Ich habe für mich persönlich eine ganz andere Alternative, sagen wir mal „erfunden“. Ich finde, alles was wir uns vorstellen können, ist auch irgendwo, irgendwie die Wahrheit und existent – ob nun im Universum oder eben im Traum.
Zu gerne lasse ich mich von einer Geschichte zu einem Tagtraum verleiten oder träume mich in ein Buch hinein. Manchmal verfasse ich dazu kleine kurze Texte oder schreibe an einem Traum weiter und wer weiß, vielleicht kommt von mir auch bald ein „Wunderland“ raus.
Wie sieht Eure Einstellung gegenüber Träumen aus? Schreibt Ihr Traumtagebücher oder habt Ihr Bücher, die Eure Träume geprägt haben?
Ich bin gespannt, was Ihr noch so dazu meint.

Niels vom mein Lesetipp-Team