Haaach, ich bin ja so Jane Austen vorbelastet. Deswegen habe ich die Frage nach den schönsten Liebespaaren der Literatur ja auch an Euch weitergegeben. Und Ihr habt auf unserer Facebook-Seite total feißig geantwortet – toll!
Tatsächlich stammen die meisten von Euch genannten Liebespaare aus Fantasy Büchern…Was haben diese Bücher eigentlich an sich, dass man so in ihnen versinken kann und am liebsten nie wieder auftauchen würde? Was macht das Genre Fantasy aus? Klassische Liebesromane kann man sie ja nun nicht nennen. Wenn wir in Büchern nach Vorbildern suchen, unsere Wunschvorstellungen ausleben – warum sind es denn ausgerechnet Fantasy Bücher, für die wir so sehr schwärmen? Deren Liebesgeschichten die Grundlage für ganze Fangemeinden bilden? Was an Fantasy Büchern ist so packend, was an den Liebesgeschichten anders, dass sie uns so sehr einnehmen? Ich meine, wäret Ihr gern an Bellas Stelle gewesen? Oder an Tris’? Warum lieber Damon aus Obsidian, als Max Mustermann von nebenan? Ich kann Euch ja verstehen – ich bin genau so. Fantasy Bücher machen einfach etwas mit uns Lesern. Wir können dieser Faszination, die zuweilen ja sehr dunkel ist, nicht widerstehen. Und irgendwie ist dann auch immer alles so tragisch! Als Edward Bella verlassen hat (also, der Spoiler ist ja wohl verjährt!) hat es mir mein junges und sorgloses Herz gebrochen. Ich hatte dann auch einfach ein Loch in der Brust. O wackrer Apotheker! Bei Romeo und Julia ist es mir nicht so ergangen – obwohl die beiden definitiv in die Liste gehören. Aber Romeo und Julia ist einfach mal kein Fantasy Buch. Wobei ich Shakespeare seine Fantasie nicht absprechen will. Genau so wie Stolz und Vorurteil keines ist. Oder Zeit im Wind. Oder Türkisgrüner Winter. Bei den letzten beiden Titeln musste ich aber trotzdem sorgsam die Fetzen meines Herzens wieder zusammennähen und auch das eine oder andere Taschentuch vom Boden klauben. Aber es bleibt: Die schönsten, tragischsten, bewegendsten Liebesgeschichten kommen überwiegend aus Fantasy Büchern. Abgesehen davon, dass Liebesfreud wohl untrennbar mit Liebesleid zusammengehört, und Liebesgeschichten erst dann unser Herz berühren, wenn richtig gelitten wird – was schließen wir denn jetzt daraus? Bietet das wirkliche Leben keinen Stoff für echten Herzschmerz? Jeder, der schon mal unschuldigen Blumen die Blütenblätter herausgerissen hat und am Ende bei “Er/Sie liebt mich nicht” angekommen ist, weiß: doch, das wahre Leben kann auch echt ein mieser Verräter sein. Aber vielleicht ist es bei der Liebe so eine Sache – es ist einfacher, fantastische Geschichten darüber zu lesen, als seine eigene zu schreiben. Ich habe jedenfalls versucht, eine Ausgegelichenheit in der Liste zu wahren – Teils Fantasy, Teils Liebesroman.

Hier kommen für Euch und von Euch die 10 schönesten Liebespaare aus der Literatur!

Romeo und Julia – der Klassiker. Er liebt sie, sie liebt ihn, aber eigentlich dürfen sie nicht. Und das bringt sie wortwörtlich um. Wusste Shakespeare eigentlich, was er uns damit hinterlassen hat? Diverse Theater-Interpretationen (in dem ersten Romeo und Julia Stück, in dem ich war, kamen die Darsteller plötzlich nackig auf die Bühne – ich weiß ja nicht, ob der Autor mit seinem Buch “Denkt nackt!” sagen wollte…), Filme, das Stück als Schullektüre – zwei Häuser in Verona, würdevoll. Auf jeden Fall sind die beiden DAS Liebespaar der Literatur schlechthin.

Elizabeth Bennet und Mr. Darcy aus Stolz und Vorurteil – danke, dass Ihr die beiden so oft genannt habt, dass ich keine Rechtfertigung für ihre Nennung benötige! Beim Lesen und auch bei den Verfilmungen überkommt mich leises, stetiges Kribbeln, eine stille Zufriedenheit. Ebenso leise schleicht sich für dieses Paar die Liebe an und klopft an die Tür – es ist es auch nicht die feine englische Art, einfach so ins Zimmer zu platzen. Und weil eben alles so leise ist, braucht der gute Mr. Darcy auch direkt zwei Anläufe. Und sie leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Hazel und Augustus aus Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Schnief. Nein, ich kann dazu jetzt nichts sagen. Aber bisher das dritte Buch, was kein Fantasy Buch ist.

Louisa und Will aus Ein ganzes halbes Jahr. Auch totales “Schnief-Potential”, was Jojo Moyes da geschrieben hat. Ich kann mir nicht im Entferntesten vorstellen, was es heißt, mit einer Querschnittslähmung zu leben – und vor allem mit der Reaktion von Familie, Freunden und Fremden umzugehen, die dann auch meist einfach nicht die geringsten Ahnung haben, was die betroffene Person tatsächlich fühlt.

Ana und Christian aus Shades of Grey – okay, hier der Schocker: ich hab’s nicht gelesen…schreibt mir doch bitte in die Kommentare, warum die beiden in diese Liste gehören.

Claire und Jamie aus der Highland-Saga. Ja, definitiv. Da gehe ich konform, wie man so schön sagt 🙂 Abgesehen davon finde ich die Geschichte drumherum aber auch echt schön und die Lanfdschaften und und und… Gehört das eigentlich in die Sparte Fantasy Bücher? Der neuste Band ist ja nun gerade erschienen – gibt’s da schon Rezensionen?

 

Edward und Bella aus der Twilight-Saga – waaaaas soll ich dazu noch sagen? Ich sagte ja bereits, was die Geschichte mit mir angerichtet hat. Ansonsten ist das einfach eine schöne Vorstellung, dass es so dringlich nur diese eine Person sein kann. Liebe bis(s) in den Tod. Und darüber hinaus. Und überhaupt in alle Ewigkeit. Auch ein Fantasy Buch.

Katniss und Peeta aus Die Tribute von Panem. Puh, tja. Also, das ist natürlich so eine Sache, wenn man von der Gesellschaft zum Paar gemacht wurde und der eine Part eigentlich nicht so richtig etwas für den anderen empfindet. Tragisch, spannend, herzerweichend – und zwar bis zur letzten Seite.

Tris und Four aus Die Bestimmung-Trilogie. Die beiden habt Ihr zu Recht in diese Liste gewählt. Ich habe die Bücher und den Film fast zeitgleich gelesen/gesehen und finde persönlich, dass der Cast sehr gut gewählt wurde und die Besetzung für Tris und Four total passt. Was meint Ihr?

Gideon und Gwendolyn aus der Edelstein-Trilogie. Ach ja 🙂 Das spielt in der Verfilmung auf jeden Fall die Magie der ersten Liebe eine große Rolle. Im Buch ist es alles weniger kitschig, finde ich. Aber irgendwie schön. Auch ein schönes Fantasy Buch, beziehungsweise eine Trilogie, mit einer interessanten Geschichte. Gern gelesen!

Was sagt Ihr zu Eurer Wahl?

Alles Liebe,

Viki von Mein Lesetipp

Falls noch Platz im Regal ist…