Wenn Ihr dramatische und ergreifene Familiengeschichten mögt, dann ist dieses Buch hier Pflichtlektüre. Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio ist gerade bei Bastei Lübbe erschienen. Ein richtiger Wälzer, nahezu 800 Seiten! Und dennoch fliegen die Seiten nur so an einem vorbei, weil die Geschichte regelrecht gefangen nimmt und einen nicht mehr loslässt.

Die Geschichte spielt Anfang des 20. Jahrhunderts. Die junge Italienerin Cetta wird vergewaltigt und ist bald darauf schwanger. Den kleinen Jungen, der durch die Vergewaltigung entstand, nennt sie Natale. Weil sie nicht mehr in Italien leben möchte, macht sich Cetta zusammen mit Natale auf den Weg nach Amerika, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

In New York angekommen führt Cettas Weg allerdings in direkt die Prostitution. Und auch sonst hat die Lower East Side im Süden von New York eine raue Seele. Armut und Kriminaität bestimmen den Alltag und nur wenige können sich zwischen den Gangs, Räubern und Banditen behaupten. Einer davon ist Natale, der die Menschen mit seinem Charisma verzaubert. Und ihnen wieder Träume schenkt…

Der Junge, der Träume schenkte ist ein wirklich zauberhafter Roman, bei dem man traurig ist, dass es immer eine letzte Seite gibt.