So, da bin ich wieder aus meinem Abenteuer-Urlaub zurück. Und ich freu mich so sehr, endlich wieder posten zu können und gleich mal ein richtig tolles, atmosphärisches Buch vorzustellen, das ich mir im einzigen fremdsprachigen Buchladen in Peking gekauft habe. Der Originaltitel ist Century, auf Deutsch heißt es Das Haus der kalten Herzen. Und das Cover der deutschen Ausgabe find ich tausend Mal schöner, soviel schonmal zum äußeren Erscheinungsbild. Und nun zum Inhalt.

Mercy ist die Protagonistin des Romans, die gegen einen dunklen Schleier des Vergessens kämpft. Umgeben vom ewigen Winter lebt das 12jährige Mädchen mit ihrer jüngeren Schwester, ihrem Vater und zwei Angestellten ihrer Familie in “Century”, einem völlig abgeschiedenen Haus – und durchlebt einen immer wiederkehrenden, sich nicht ändernden Tagesablauf: Jeden Abend steht die Familie nach Sonnenuntergang auf und geht wieder schlafen, sobald die Sonne aufgeht. Aber warum ist das so? Und warum ändert sich das nie? Mercy beginnt, die Dinge zu hinterfragen und begibt sich auf eine Reise durch die Tage, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Und langsam erinnert sie sich an Zeiten, in denen die Familie am Tag lebte und ihre Mutter noch bei ihnen war …

Ganz ohne Blutvergießen erschafft die Autorin Sarah Singleton eine beklemmende und gruselige Atmosphäre, in der man den Schleier des Vergessens und die Kälte des ewigen Winters fast schon selber fühlen kann. Ich habe genau deswegen das Buch sehr, sehr gerne gelesen.

Für die, die mal reinlesen möchten: Hier gibt´s eine Leseprobe.