Die Beschreibung des Buches einer jungen Autorin könnte tragischer nicht beginnen: Die Literaturstudentin Marina Keegan stirbt mit gerade einmal 22 Jahren bei einem Autounfall. Ihre Eltern, ihre Freunde und ihre Professoren wühlen sich unermüdlich durch Marinas Stories und Essays, um ihren großen Traum, sich eines Tages als Schriftstellerin einen Namen zu machen, doch noch zu verwirklichen.

„Das Gegenteil von Einsamkeit“ ist das Ergebnis dieses Vorhabens und gleichzeitig eine wunderbare Ansammlung einer beeindruckenden Portion Lebensfreude!

Marina schreibt geschwind und mit optimistischer Hand von den Stolpersteinen eines jungen Lebens. Ihre Tonart ist mal lustig, mal melancholisch gebrochen, doch immer unter Feuer: Marina lässt uns an ihren Hoffnungen, Träumen, Zweifeln und an ihrer Entschiedenheit teilhaben. Leichtfüßiger kann man nicht über die Suche nach dem Sinn des Lebens schreiben!

Die Botschaft der Kurzgeschichten und Essays ist ganz klar: Habt Mut, Eure individuelle Bestimmung zu finden und vertraut darauf, dass Ihr schon die richtige Entscheidung treffen werdet!

Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse hatte ich bei dieser Botschaft immer wieder Anflüge von Gänsehaut. Marina weiß mit ihren jungen Jahren ihre Leser zu berühren und sie in ihre Gedanken hineinzuziehen. Ihre Beobachtungsgabe ist faszinierend, auch wenn man stellenweise merkt, dass die Texte noch nicht ganz fertiggestellt werden konnten.

Alles in allem ist die Sammlung sehr authentisch und bewegend. Am Ende bleibt die Frage, in welche Richtung Marina Keegan sich wohl weiterentwickelt hätte?

Wer von Euch hat „Das Gegenteil von Einsamkeit“ von Marina Keegan auch gelesen? Wie sind Eure Eindrücke?

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Viele Grüße
Laura