Zugegeben: Ich tue mich  manchmal schwer mit historischen Romanen. Und beim “Durchblättern” der Blogartikel auf Mein Lesetipp habe ich festgestellt, dass es zwar die Kategorie “Historisches” gibt, darin aber nicht besonders viel Inhalt vorzufinden ist. Das soll sich heute ändern! Denn ich habe ein Buch entdeckt, was selbst mir (!) richtig gut gefällt. Das falsche Herz des Meeres heißt dieser historische Roman und die Autorin Hilke Rosenboom.

Das falsche Herz des Meeres erzählt von der 14jährigen Leevke, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Tochter eines wohlhabenden Kapitäns auf einer kleinen Insel in der Ostsee zunächst eine unbeschwerte Kindheit genießt. Doch dann passiert das Schreckliche: bei der Geburt ihres neugeborenen Bruders sterben dieser und Leevkes Mutter ebenso. Ihr Vater will Hilfe holen, doch ertrinkt dabei in den reißenden Fluten des Meeres. Leevke und ihre Schwester Ebba bleiben allein zurück. Und begreifen: Nichts wird mehr sein, wie es mal war.

Als ein arabisches Handelsschiff im Hafen der kleinen Insel anlegt, sieht Leevke ihre Chance, an ein bisschen Geld zu kommen. Doch dann wird das Schiff von Piraten entführt. Dem jungen Kapitän Hanrib el Aniil gelingt es zwar, sein Schiff zurückzuerobern. Aber trotzdem kann Leevke dem Schiff nicht entkommen. Mit dem Mädchen an Bord segelt der Kapitän in Richtung der marokkanischen Hauptstadt Rabat. Dort bringt er sie im Palast seines Bruders unter und verspricht ihr immer wieder, für ihre Rückkehr zu sorgen. Umgeben von unermesslichem Luxus, hat Leevke nur ein Ziel: auszubrechen aus ihrem goldenen Käfig. Als sie endlich fliehen kann, beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Afrika und Europa. Ihr Weg führt sie von Rabat über die Küste Senegals bis hin nach Venedig und schließlich zurück nach Hause. Was sie nicht weiß: Hanrib folgt ihr wie ein Schatten…

Ein wunderschöner Roman: zum Träumen, Nachdenken und Geschichte lernen. Das falsche Herz des Meeres ist als Taschenbuch erhältlich bei cbt und kostet rund neun Euro.