Das sagt Lauren Blakelys “Big Rock” über sich selbst:

“Die Frauen denken, ich bin ein arrogantes Arschloch und ein unverbesserlicher Playboy. Und das war ich auch. Bis eine Woche mein Leben für immer veränderte …

Meiner Familie zuliebe soll ich mich eine Weile zusammenreißen: Keine Sexskandale mehr! Und als perfekter braver Sohn brauche ich eine Schein-Verlobte für sieben Tage. Was läge da näher als meine beste Freundin Charlotte zu fragen? Mit so einer scharfen Frau fällt es mir nicht schwer, den verliebten Softie zu mimen. Leider kann ich seit wir im Bett gelandet an nichts anderes mehr denken als an ihren heißen Körper. Charlotte spielt ihre Rolle als meine Zukünftige perfekt – doch bei mir ist es längst viel mehr als ein Spiel …”

“Big Rock” ist lustig, sexy – und eine echte Überraschung

Na gut, spätestens (spätestens!!) seit “Fifty Shades of Grey” ist erotische Literatur salonfähig. Ich bin nicht prüde und liebe “Sex & the City”. Was mich trotzdem an den meistens Büchern dieser Art stört ist, dass sie völlig stumpf geschrieben sind. Tabulos, ja. Offen, klar. Aber eben eine literarische Katastrophe. “Big Rock” hat mich total überrascht – und begeistert. Obgleich der Roman mit einer Elaboration des Protagonisten über die Vorteile gut bestückter Männer beginnt (er selbst natürlich der Primus inter Pares) und auch das Vokabular bisweilen etwas derbe ist, ist die Story sehr romantisch.

Toller noch: Das Buch ist herzlich und mit einem wunderbar trockenen, feinsinnigen Humor geschrieben. Man muss Spencer und Charlotte einfach mögen und ständig lachen, während der Muster-Playboy sich langsam seiner Gefühle für seine beste Freundin bewusst wird. Ein “Tagebuch eines Playboys” von der allerfeinsten Sorte – bevor ihn sein eigenes Herz in den Ruhestand verabschiedet.

Ich empfehle es allen, die erotische Liebesgeschichten mögen, die nicht plump geschrieben sind, und sympathische Charaktere, die in ihrer Perfektion absolut unperfekt sind. Ein bisschen wie David Nicholls “One Day”, nur heißer!

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