Schon wieder habe ich Buchempfehlungen für Euch! Mit guten Vorsätzen ist das ja so eine Sache – meist folgen keine Taten. Also, bei mir ist das zumindest so ;). Für die Sommerferien, die Semsterferien oder den Urlaub nehmen sich viele vor, mehr zu lesen und schaffen es dann doch nicht. Damit die Umsetzung in die Tat ein bisschen einfacher wird, habe ich Euch meine 5 Buchempfehlungen für den Sommer zusammengestellt.

Buchempfehlung Nummer 1: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück von François Lelord

Der Psychiater Hector will Menschen glücklich  machen. Aber was genau ist Glück eigentlich? Um das herauszufinden, reist Hector durch die Welt – und wir mit ihm. Meist kann man aus seinen Beschreibungen nur erschließen, in welchem Land er gerade zu Gast ist. Aber ich meine, dass China, Afrika und die USA dazugehören. Es wird auch nie klar gesagt, woher Hector eigentlich kommt. Man könnte aber annehmen, dass er Franzose ist, wie auch der Autor François Lelord. Das Buch gehört zu meinen Buchempfehlungen, weil es nicht nur eine Reise zu verschiedenen Orten ist, sondern auch zu sich selbst und den Dingen, die einen glücklich machen.

Nummer 2 in meiner Liste mit Buchempfehlungen: Eines Tages, Baby von Julia Engelmann

“Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.” Kaum ein Zitat, kaum ein Buch hat jemals so sehr widergespiegelt, welchen Wünsche und Sehnsüchte ich gerade so mit mir herumtrage. Ich will nämlich Geschichten erzählen, die ich erlebt habe – atemberaumbende, tolle, abenteurliche Geschichten. Und nicht denen nachtrauern, die ich niemals erzählen werde. Nach dem Buch geht man voller Energie und Tatendrang an sein Leben. Das ist toll! Deswegen diese Buchempfehlung von mir für euch. Werdet Teil dieser Welle, lasst Euch überrollen und findet heraus, was Ihr später für Geschichten erzählen wollt!
Julia Engelmanns Geschichte ist übrigens eine, die sie hoffentlich später selbst gern erzählen wird. Das Netz machte sie und ihren Poetry-Slam Beitrag nämlich quasi über Nacht zum Star.

Nummero 3: Heartcore – Liebe ist ein Aufstand von Johanna Merhof

“Liebende sind die wahren Rebellen!” Klar – das weiß man spätestens seit Romeo und Julia. Oder Anne Elliot und Captain Wentworth (Persuasion läuft bei mir auf Youtube gerade rauf und runter!). Oderoderoder. Und so richtig leidenschaftliche Liebe haben die meisten von uns bestimmt schon erlebt. Alle Formen der Liebe – leise, wie nebenher laufenden, beständig, wild und ungezähmt, verzweifelt –  prägen uns. Ein Liebesbrief an die Liebe, was Johanna Merhof da verfasst hat. Das Buch ist vor allem in mein Bücherregal gewandert, weil ich bis jetzt ausnahmslos jede Kolumne der Autorin auf meinem Rechner unter “großartige Artikel” abgespreichert habe. Anders gesagt: Ihre Schreibweise, ihre Themenwahl – absolut fantastisch. Like!

Buchempfehlung, die 4.: Mayas Tagebuch von Isabel Allende

Ich mag einfach Isabel Allendes Schreibstil, Punkt. Oder Ausrufungszeichen, wie man’s nimmt. Dieser Roman spielt zur Abwechslung mal in der Gegenwart. Maya Vidal, 19 Jahre jung, wächst in den USA bei ihren Großeltern auf. Der Großvater stirbt, die Großmutter wird depressiv, Maya muss mich Themen wie Drogen, Prostitution und gefährlichen Verbrechern herumschlagen. Auf der Flucht vor dem ganzen Chaos landet sie – wie sollte es anders sein bei einem Allende-Roman – in Chile. Wieder haben wir eine Protagonistin auf der Suche nach sich selbst… Ich sehe langsam ein Muster. Ihr auch?

 

Und, um die Liste meiner Buchempfehlungen zu beschließen, hier die Nummer 6 (okay, das ist ein bsschen geschummelt – es sind zwei Bücher): Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter von Carina Bartsch

Ja, ich weiß. Das ist jetzt nicht die Sternstunde der Weltliteratur, in der sich Kafka, Keller, Kleist und Co zusammenfinden und über einer Tasse sozialem Erdbeertee über Bretter, die die Welt bedeuten, diskutieren. Aber die Bücher sind irgendwie… herzzerreißend. Ich kann es nicht anders beschreiben. Natürlich ist es eine typische Liebesgeschichte. Und natürlich macht das Ende uns Leser irgendwie glücklich. Aber irgendetwas haben diese beiden Bücher an sich, sodass ich sie über ein paar Wochen hinweg immer und immer wieder lesen musste. Ich WOLLTE so dringend, dass diese Geschichte wahr ist. Weil sie simpel ist. Weil sie Leben ist. Weil sie so nah an uns Lesern dran ist, dass sie sogar wahr sein könnte. Gleichzeitig seicht und tiefsinnig – deswegen gehören diese beiden Bücher von Carina Bartsch definitiv in meine Liste mit Buchempfehlungen für den Sommer.

Habt Ihr noch Buchempfehlungen für mich?

Gehabt Euch wohl,

Eure Viki von Mein Lesetipp