Inhalt
Sphinx und Cadence kennen sich seit frühester Kindheit und wachsen fast wie Geschwister auf. Sie – freundlich, aufgeschlossen, ganz normal. Er – charismatisch, attraktiv, extrem begabt. Sie öffnet Herzen. Er tötet Schmetterlinge. Sie ist arglos, er gefährlich. Und doch kommen beide nicht voneinander los. Das überwältigende Debüt einer Zwanzigjährigen über erste Liebe, Manipulation und das Erwachsenwerden.

Schreibstil
Ich fand es zunächst schwer, dem Schreifluss der Autorin zu folgen. Große Stücke des ersten Kapitels musste ich zweimal lesen, um zu verstehen was überhaupt gerade geschah, allerdings habe ich mich dann doch recht schnell daran gewöhnt. „Killing Butterflies“ ist leider auch nur aus der Sicht von Sphinx geschrieben, ich könnte mir vorstellen, dass eine zusätzliche zweite Perspektive interessanter für den Leser gewesen wäre.

Auch fand ich die Konversationen unter den Charakteren, vor allem zwischen Sphinx und Cadence zu aufgesetzt und altbacken. Ich weiß nicht, ob es an der deutschen Übersetzung liegt, aber ich bezweifle, dass zwei Jugendliche so formal und stocksteif miteinander reden würden.

Meinung
Ich bin nicht ganz sicher, was ich genau für das Buch empfinde. Einerseits hat es mich regelrecht fasziniert und gefesselt, sodass ich es in 3 Tagen durchgelesen habe, aber andererseits habe ich auch so viele negative Gefühle der Geschichte und den Charakteren gegenüber. Ich konnte keine Beziehung zu einem der Charaktere aufbauen, was gerade im Falle von Sphinx, der Hauptprotagonistin, sehr schade ist, da ihre Gedanken und Gefühle vieles ausmachen bei einem Buch wie diesem. Durch die Ereignisse im Laufe der Story trifft sie so viele falsche Entscheidungen und ist so naiv, dass ich am liebsten durch das Papier greifen würde, um sie zur Vernunft zu schütteln.

Cadence war mir von Anfang an unsympathisch, was jedoch auf eine gewisse Weise Sinn macht, wenn man das Buch liest. Generell war mir der Charakter zu oberflächlich charakterisiert und zu sehr aus Klischees zusammen gebastelt.

Die Handlung an sich ist auch eine Sache, die schwierig ist für ein Buch, das doch eher eine Zielgruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen anspricht. Manipulation – vor allem in Beziehungen – kommen leider viel zu häufig vor. M. Anjelais hat, meiner Ansicht nach, das Thema romantisiert, was absolut falsch ist.
Somit stellt sie eine genauso ungesunde Beziehung dar, wie es bereits in Klassikern wie „Romeo & Julia“, „Der große Gatsby“ oder auch in moderneren Büchern wie „Twilight“ oder „Shades of Grey“ zu sehen ist. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Autorin eine tiefere, bedeutungsvollere Nachricht verankert hätte, die über das Thema berichtet und aufklärt.

Ich habe jetzt so viel Negatives aufgezählt, sodass man meinen könnte, dass ich das Buch gar nicht mochte, was allerdings nicht stimmt.
Durchweg war es nie langweilig oder unnötig gestreckt. Es gab immer wieder eine neue Enthüllung, die einen nicht weiterlesen lassen wollte. Obwohl einem sehr früh in der Geschichte klar wird, was am Ende geschehen wird, hofft man bis zum Schluss, dass sich noch etwas ändert.

Auch die Freundschaft und Loyalität zwischen den Müttern von Sphinx und Cadence, die eine wichtige Rolle spielt, ist einfach toll wiedergegeben. Ich denke jeder von uns wünscht sich so eine Freundschaft!

Fazit
Ich glaube, dass der Spruch „Es ist wie bei einem Unfall, man kann einfach nicht wegschauen!“ trifft bei diesem Buch zu. Einerseits ist das Buch so spannend und faszinierend, aber andererseits erzählt es eine schockierende und falsche Beziehung zwischen zwei Menschen. Wenn ich Sterne vergeben müsste, dann wären es am Ende doch solide 3,5 Sterne.

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