Inhalt:
Cress lebt in einem Satelliten und wünscht sich nichts mehr, als die Erde besuchen zu können. In ihrem Satelliten ist sie ganz allein, außer der Besuche von Sybil, die ihr diverse Spionage- und Hackerarbeiten aufträgt, sieht sie keine Menschenseele. Dann nimmt jedoch Cinder Kontakt zu Cress auf und sie planen ihre Flucht. Cress könnte für Cinder sehr wertvoll sein, denn sie verfügt über eine ganze Menge an wichtigen Informationen. Doch die Flucht bleibt nicht unbemerkt und läuft nicht so ab, wie es die kleine Gruppe um Cinder dachte. Der dritte Teil der Luna Chroniken von Erfolgsautorin Marissa Meyer!



Schreibstil:
Mit dem von Marissa Meyer gewohnt leichten Schreibstil liest sich auch dieser Band wieder sehr schnell weg … zu schnell. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von mehreren Charakteren, allen voran Cress und Thorne. Aber natürlich auch aus Sicht der bekannten Figuren Cinder, Kai, Scarlet, Wolf und den üblichen Verdächtigen. 🙂

Meinung:
Fakt ist: Egal was ich hier schreibe, es kann diesem Buch nicht gerecht werden. Marissa Meyer hat sich mit diesem Band einfach noch einmal selbst übertroffen. Das Buch legt einen wirklich sehr guten Start hin und die Protagonisten agieren zusammen sogar noch besser als allein und das mit sehr viel Witz.
 Die neue Protagonistin hier ist Cress, an die man sich vielleicht erst einmal gewöhnen muss. Sie wirkt ziemlich kindlich und in sich gekehrt, was anhand ihrer Situation natürlich nicht verwunderlich ist. Dennoch wird sie im Laufe des Buches mutiger und kann sich wirklich gut in die Gruppe integrieren.
 Auch Thorne, der in diesem Band mehr zu Geltung kommt, sticht heraus. Der Charakter ist einfach göttlich, mit seinem Witz und Charme. Auch wenn er es selbst nicht zugibt, nimmt er doch eine kleine Heldenrolle an. Von allen männlichen Protagonisten gefällt er mir bisher wirklich am besten.
 Die Nebencharaktere – oder eher unsere anderen Protagonisten, von denen es ja wieder mehr als genug gibt, fügen sich allesamt toll in die Geschichte ein. Doch neben den uns bekannten Charakteren mischen sich auch zwei weitere wichtige Personen ein. Wir lernen Winter kennen, von der ich aber noch nicht genau weiß, was ich von ihr halten soll, und den lunarischen Wächter Jacin, der ein wenig sarkastisch daher kommt.
 Im ersten großen Abschnitt passiert so viel, dass sich andere Bücher hier von der Spannung ruhig ein paar Scheiben abschneiden könnten. 🙂 Mal ehrlich, in manchen Büchern passiert auf der gesamten Länge nicht mal annähernd das, was hier im ersten Abschnitt passiert… genial, mehr fällt mir dazu einfach nicht ein!
 Das Buch kommt mit vielen überraschenden Wendungen daher und so fesselt diese Fortsetzung den Leser an die Buchseiten. Auch die Handlungsstränge der Protagonisten laufen wieder einmal toll zusammen und ich freue mich sehr auf den Abschluss der Reihe.

Fazit:
Der dritte Band ist mit Abstand der bisher Beste der Reihe und schraubt meine Erwartungen fürs Finale noch einmal in die Höhe. Absolute Leseempfehlung von mir.

Marissa Meyer ist eine US-amerikanische Autorin, die mit ihrem Debut-Roman „Wie Monde so silbern“ oder auch Teil 1 der Luna Chroniken direkt auf der New York Times-Bestsellerliste landete. Die Luna Chroniken sind eine aus vier Büchern bestehende Serie, die den Märchen Aschenputtel, Rotkäppchen, Rapunzel und Schneewittchen nachempfunden sind. Marissa Meyer hat bereits eine große Fangemeinde in Deutschland aufgebaut. Marissa Meyers nächster Titel soll – im englischsprachigen Raum – im Herbst 2015 veröffentlicht werden. Wie Sterne so golden, der dritte Band der Luna Chroniken, erschien am 26. September 2014 im Carlsen Verlag.