Amerika in den sechziger Jahren: Drei mutige Frauen schreiben Geschichte…

1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA, die später zur NASA wird, erstmalig afro-amerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ – unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen.

„Hidden Figures“ erzählt die Geschichte der drei brillanten afro-amerikanischen Wissenschaftlerinnen Katherine G. Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson. In den USA der frühen sechziger Jahre ist natürlich von Gleichberechtigung noch keine Spur und so haben die drei NASA-Mitarbeiterinnen gegen viele Vorurteile und Stigmatisierungen in ihrer Organisation zu kämpfen. Und sie kämpfen: für ihre Träume, für ihre Töchter und Schwestern und Generationen von Frauen, die nach ihnen kommen.

Meine Meinung:

Ich habe eine goldene Regel gebrochen und zuerst den Film geschaut und dann – total begeistert – mir das Buch vorgeknöpft. Ich war so berührt von dem Kinofilm, dass ich unbedingt mehr über die Charaktere und ihre Lebensrealität erfahren wollte. Mit vielen sorgfältig recherchierten Fakten portraitiert die Wissenschaftlerin M. Shetterly die Protagonistinnen Dorothy Vaughan, Katherine Johnson und Mary Jackson in ihren verschiedenen Rollen als afro-amerikanische Frauen in der „segregated reality“ der sechziger Jahre – als Mütter und Naturwissenschaftlerinnen. Der persönliche Kampf, der Ehrgeiz und die Zielstrebigkeit der bemerkenswerten Frauen haben mich schwer beeindruckt – und beschämt. Spätestens als Katherines Chef  Al Harrison (im Film von Kevin Costner gemimt) – nachdem er mitbekommen hat, dass sie täglich mehrere Meilen laufen muss, um während der Arbeit zum „Colored Ladies Room“ zu gelangen – eigenhändig das diskriminierende Schild mit einer Axt abmontiert, kamen mir die ersten Tränen.

Fazit:

Ein toller, inspirierender Roman, der geschickt den Spagat zwischen Sachbuch und Unterhaltungsliteratur meistert. Für alle, die sich für die Frauenbewegung, für Gleichberechtigung und Geschichte interessieren – und für alle, die Interesse an Portraits und Biografien haben.

Hier geht’s zum Buch