Maria ihm schmeckts nicht Jan WeilerDie Sonne ist wieder da! Und deswegen habe ich noch eine Plicht-Strandlektüre ausgekramt. Wobei, stimmt gar nicht – das Buch steht griffbereit in meinem Regal.

Dieses Buch ist eines der unterhaltsamsten und warmherzigsten die ich kenne. Und gleichzeitig auch noch was zum Nachdenken: „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ Jan Weiler erzählt, teils authentisch und teils etwas hinzugedichtet, von den doch eher chaotisch geprägten Erlebnissen mit seiner angeheirateten italienischen Familie aus Campobasso. Hauptfigur ist Weilers Schwiegervater Antonio Marcipane (mit einem herrlichen italienischen Akzent!), der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten  als doch sehr redselig entpuppt. Besonders auf der Fahrt nach Italien, auf die sich Weiler dann mit ihm begibt um den Rest der Sippschaft kennenzulernen, bekommt er einen Einblick in Antonios Weltanschauung – die amüsant, dramatisch und verkorkst zugleich erscheint.

Antonio lässt keine Gelegenheit aus, seinen neuen Schwiegersohn auf Herz und Nieren zu prüfen. Aber das auf eine so charmante Art, dass einem die Tränen kommen!

Und in Italien selbst?

Selber lesen, lachen und denken: „ich brauche auch eine italienische Familie!“