Über das Buch:

Sie ist schön, selbstbewusst – und äußerst gefährlich. Cassandra „Sandy“ Kresnov ist eine Androidin, die von der Liga gebaut wurde, um als Elitesoldatin in einem interstellaren Krieg gegen die mächtige und konservative Föderation zu kämpfen.

Aber Cassandra ist als experimentelles Modell weit intelligenter und kreativer als ihre Vorgänger. Was nicht folgenlos bleibt: Sie bekommt moralische Skrupel und flüchtet schließlich, inkognito, auf den Föderationsplaneten Callay, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch schon bald fliegt ihre Tarnidentität auf, und sie muss sich mit List und Gewalt in einer Welt behaupten, die nicht wahrhaben will, dass es sie überhaupt gibt. Denn auf Callay haben Androiden wie Cassandra keine Lebensberechtigung und werden erbarmungslos gejagt …

Die Frage nach dem „Wer bin ich?“

Passend zu der allgemeinen Faszination und Begeisterung, die zurzeit dank „Ghost in the shell“ diskutiert wird –  hier ebenfalls eine Science-Fiction-Story, die sich mit der Existenz einer Androidin namens Cassandra auseinandersetzt. Das Buch ist hauptsächlich aus der Sicht der Androidin geschrieben. Im Laufe ihrer – wie sie es selbst beschreibt -„Kindheit“ sammelt sie als „erste Androidin mit der Fähigkeit des lateralen Denkens“, prägende Erfahrungen – wie ein Mensch – und lernt die Schönheit des Lebens erkennen und schätzen.

Cassandra „Sandy“ empfindet, denkt, ist intelligent und kreativ, hat Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Pläne, Hoffnungen und sie hat einen voll funktionsfähigen Körper, der einem menschlichen so detailliert nachempfunden ist, dass er als glatte Kopie durchgehen würde, wenngleich die Materialien und ihr Wesen auch künstlich erschaffen, modifiziert und verbessert wurden.

In einer fantastischen Zukunft, die der Autor ganz vertraut beschreibt, verfolgt man Sandys Kampf – den Kampf eines künstlich erzeugten Lebens, das dem ihm zugeteilten Sklaventum entfliehen will. Hierbei geht der Autor sowohl auf die sehr empfindlichen moralischen und ethischen Probleme künstlicher Intelligenz ein, als auch auf die in dieser Welt herrschenden politischen Geflechte.

Meine Meinung:

„Die Androidin“ ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe, und möchte es gerne jedem Science Fiction-Fan ans Herz legen. Ich denke, dass das, was der Autor in seinem Roman beschreibt, in punkto Künstlicher Intelligenz ein ganz schwieriger Grat auf der Linie „richtig oder falsch“ ist, auf der wir uns als fortschrittliche Zivilisation bereits jetzt und vermutlich auch in Zukunft immer wieder bewegen werden. Ich finde es grandios, wie der Autor an Hand der Androidin demonstriert, wie wichtig es ist, dass kein Leben – ob künstlich oder nicht – zum Objekt fragwürdiger Systeme oder Konstrukte wird.

Dem Autoren gelingt es durch seine Erzählung, aus der Sicht der Androidin eine unglaubliche Sympathie für sie zu erzeugen, ungefähr so wie sie auch bei einigen Charakteren im Buch zu erkennen ist. Ihre Geschichte wird für den Leser dadurch erleb- und nachvollziehbar. Allein dieses Merkmal macht den ersten Teil dieser Buchreihe absolut empfehlenswert!

Bei diesem Band handelt es sich um den ersten von dreien und ich persönlich werde auf jeden Fall weiterlesen.

 

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