Über die Geschichte des gesichtsblinden Jacks und seiner wahren Liebe Libby

Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein.

Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?

Feinfühlig, wichtig, intensiv: Eine Liebe gegen den Strom

Nur wenige Lovestories, die mir bisher begegnet sind, setzen sich so feinfühlig und intensiv mit wichtigen Themen wie Mobbing und den Umgang mit dem „Anderssein“ auseinander. Dabei geht es vor es vor allem um Vertrauen, Authentizität und die zarten Bande der Liebe. „Stell Dir vor, dass ich Dich liebe“ ist absolut keine 08/15 Lovestory, aber ebenso wenig ist es eine überkitschte Anti-Lovestory. Vielmehr schreibt Jennifer Niven sensibel und vielschichtig und charakterisiert Libby und Jack authentisch und sympathisch.

Eine schöne Liebesgeschichte mit Tiefgang und hohem edukativen Wert – wir sehen, wie wichtig Toleranz und der Blick über den Tellerrand eigentlich sind und wie viel wir durch Engstirnigkeit und plumpes Mainstreaming verpassen können. Für Fans von John Green und überhaupt – eine richtig tolle Lektüre!

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