Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat, ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.

 

Die Geschichte des kleinen rosaroten Elefanten, der im Dunkeln leuchtet 

Schoch, der ehemalige Investmentbanker, steht des Öfteren unter starkem Alkoholeinfluss. Auf einmal sieht er einen kleinen, rosa leuchtenden Elefanten. Nun war es wohl so weit und er würde verrückt werden. Doch schon bald stellt er fest, dass dieser kleine Elefant doch völlig real ist, als er ihn am nächsten Tag in seinem geheimen Schlafplatz findet, den er von Sumi geerbt hat. Der kleine Elefant ist ängstlich und völlig erschöpft. Mit seinen süßen Segelohren und seinem kleinen, schnüffelnden Rüssel schleicht er sich beinahe umgehend in Schochs Herz und in das jedes anderen Menschens, dem er begegnet. 

Schoch war vieles passiert und vieles davon war nicht gut. Aber dieser Elefant würde ihm nicht unter den Händen wegsterben. Er nimmt sich der Sache an.

Doch wie kommt es zu einem rosaroten, im Dunkeln leuchtenden Elefanten?

Der Autor beleuchtet immer abwechselnd das aktuelle Schicksal des Elefanten – und wie es dazu gekommen ist. Der süße kleine Elefant ist Opfer eines perfiden Racheversuches von skrupellosen Genforschern. Roux, aus dessen Racheplänen der Elefant entspringt, will seinen Chef unbedingt übertrumpfen und mit seiner eigenen Genforschung berühmt werden. Bei seinem Versuch verliert er die guten Ziele dabei leider aus den Augen. 

Meine Meinung zu dem rosa Elefanten

Wie immer gelingt es Martin Suter mit seiner ganz nüchternen, aber amüsanten und leichten Schreibweise eine ganz reale Welt zu bilden, in der man wie von alleine versinkt – als würde man einen Film abspielen. Grandios schafft Suter es, den eher ganz sachlichen Forscheraspekt aufzuschlüsseln und mit Schoch & Co. trotzdem die emotionale, menschliche Ebene zu beleuchten. 

Ein absolut empfehlenswertes Buch, dessen Geschichte berührt und auf so manche Aspekte unserer Gesellschaft anspielt. Es ist trotz seiner eher schweren Thematik leicht zu lesen: Wer also eine leichte Lektüre mit Tiefgang sucht, ist mit „Elefant“ von Martin Suter gut beraten! 

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